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24.05.2011

16:26 Uhr

Gehälter

Dax-Vorstände knacken die Zehn-Millionen-Marke

VonDieter Fockenbrock

ExklusivZweistellige Millionenvergütungen sind für zahlreiche Dax-Vorstandsvorsitzende greifbar. Hält der Wirtschaftsboom an, könnten gleich vier Manager die Zehn-Millionen-Marke knacken.

Der Wirtschaftsboom lässt auch die Vorstandsgehälter steigen. Quelle: dpa

Der Wirtschaftsboom lässt auch die Vorstandsgehälter steigen.

FrankfurtIn der Vergangenheit schaffte es pro Jahr allenfalls ein Topmanager, die Zehn-Millionen Hürde zu überspringen. Schon jetzt liegen die vier mit Vergütungen um die neun Millionen Euro knapp darunter. Einschließlich Nebenleistungen und Altersversorgung sind drei von ihnen bereits heute im zweistelligen Millionenbereich. Bis auf Ackermann profitieren die anderen Topmanager bislang vor allem von enorm hohen Jahresboni. Kommt bei ihnen der Langfristeffekt wegen anhaltend guter Geschäftslage dazu, ist der Aufstieg in die Zehn-Millionen-Liga sicher.

Dax-Vorstandschefs verdienten 2010 im Schnitt 4,6 Millionen Euro, 25 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Sie profitieren von den Rekordergebnissen ihrer Konzerne. Drei Viertel der Bezahlung sind deshalb erfolgsbezogene Variable. Das zeigt eine Analyse der Beratungsfirma Hostettler Kramarsch Partner für das Handelsblatt. Nachhaltig, das heißt auf Jahre gestreckt, sind davon heute 40 Prozent, ein Drittel der Vergütung ist rein kurzfristig. Noch 2007, dem Jahr vor der Krise, dominierten Jahresboni mit 50 Prozent an den Gesamteinkünften, nur 20 Prozent waren nachhaltig. Diese Werte gelten für den Dax-Querschnitt. VW ist ein negatives Beispiel dafür, dass Kurzfristdenken bei der Bezahlung noch nicht ganz aus dem Mode ist. Vorstandschef Martin Winterkorn bekommt für 2010 mehr als die Hälfte seiner Vergütung als Jahresbonus.

Jeder zweite Dax-Konzern hat die Auszahlung der Kurzfristboni inzwischen im Sinne des Gesetzgebers auf spätere Jahre verschoben und unter Performance-Vorbehalt gestellt (Bonus-Malus-Regel). Zudem liegt die Vermögenshaftung der Manager im Trend. Ein Drittel der Vorstände ist verpflichtet eigene Aktien auf eigene Kosten zu erwerben und dauerhaft zu halten. Knapp 30 Prozent haben jetzt nicht-finanzielle Stakeholder-Ziele als Erfolgskriterium. Dazu zählen Mitarbeiter- oder Kundenzufriedenheit, Compliance und Umwelt.

Kommentare (1)

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Dax

26.05.2011, 01:29 Uhr

Das nennt sich Arbeitslosengeld.Harz VI macht es möglich.

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