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24.10.2012

11:05 Uhr

Gehälter-Studie

Neidbefriedigung wichtiger als dickes Konto

VonDana Heide

Eine Studie der Beratungsgesellschaft PwC zeigt: Wichtiger als die absolute Höhe des Einkommens ist Managern, dass sie mehr verdienen als ihr Kollege. Für ihren Traumjob wären sie zudem zu hohen Gehaltseinbußen bereit.

Mehr in der Geldbörse haben, als der Kollege, das ist Managern wichtig. dpa

Mehr in der Geldbörse haben, als der Kollege, das ist Managern wichtig.

DüsseldorfLaut einer Studie des Beratungsunternehmens PwC und der London School of Economics ist die absolute Höhe der Vergütung nur für 35 Prozent der Führungskräfte entscheidend. Jedem zweiten befragten Manager ist es dagegen vor allem wichtig, mehr als seine Kollegen in vergleichbaren Funktionen zu verdienen. Zu diesen Ergebnisse kam eine aktuelle Umfrage unter weltweit 1100 Führungskräften.

"Bemerkenswert ist, dass diese Abstufung vor allem für Befragte aus Europa gilt. Manager aus den 'Emerging Economies' legen weitaus weniger Wert darauf, dass sie mehr verdienen als andere", sagte Konrad Deiters, der seit April als Partner den Bereich Human Resources Management und Reward bei PwC Deutschland leitet.

Zudem seien Manager für ihren Traumjob im Durchschnitt zu einem Gehaltsverzicht von fast 30 Prozent bereit.

Viele Führungskräfte würden eine niedrigere, dafür aber weniger komplexe und entsprechend besser kalkulierbare Vergütung bevorzugen, heißt es in der Studie. Insbesondere rückwirkend ausgezahlte Boni seien wenig attraktiv für die Manager.

"Die Ergebnisse unserer Studie stellen die Effizienz bestehender variabler Vergütungssysteme in Frage. Boni wurden zwar jahrelang nicht nur vom Unternehmen selbst, sondern auch von Aktionären, Aufsichtsbehörden und Kontrollorganen als sinnvolles Instrument zur erfolgsabhängigen Flexibilisierung von Personalkosten und zur Harmonisierung von Unternehmens- und Mitarbeiterinteresse gesehen. Aber wenn einem wesentlichen Teil der Bezahlung ein so geringer Wert beigemessen wird, muss sein Einfluss auf das Verhalten von Managern kritisch hinterfragt werden", erklärte Deiters.

Kommentare (1)

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bayernfan

02.11.2012, 10:24 Uhr

Das ist typisch für Manager, Hauptsache größer, länger, dicker. Aber Entscheidungen treffen, da haben sie den Kleinsten. Aber so ist das halt, wenn unsere Ziele ausschlißlich auf Shareholder Value ausgelegt sind. Da sind doch richtige Unternehmer ein ganz anderes Kaliber, als die unendlich vielen und unwichtigen Manager und Vorstandsfuzzis

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