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11.03.2014

19:03 Uhr

Gehalt 2013

Eon-Chef Teyssen verdient fast eine Million Euro weniger

ExklusivWeniger Erfolg, weniger Gehalt: Nach Informationen von „Handelsblatt Live“ hat Eon-Chef Johannes Teyssen 2013 weniger verdient als noch im Jahr zuvor. Der Energiekonzern koppelt die Einkünfte an den langfristigen Erfolg.

Eon-Chef Johannes Teyssen: Weniger Gehalt im Jahr 2013. AP/dpa

Eon-Chef Johannes Teyssen: Weniger Gehalt im Jahr 2013.

DüsseldorfDas Gehalt von Eon-Chef Johannes Teyssen ist nach Informationen des Handelsblatts (Mittwochausgabe) wesentlich stärker an den nachhaltigen Erfolg des durch die Energiewende notwendig gewordenen Sanierungskurses gekoppelt als bisher bekannt. Zwar blieb Teyssens Gesamtvergütung 2013 mit rund 5,7 Millionen Euro konstant, wie es in Konzernkreisen hieß. Allerdings stieg der Anteil der langfristigen Aktienoptionen, die der Vorstandschef erst nach vier Jahren ausgezahlt bekommt, deutlich – von 1,8 auf 2,7 Millionen Euro. Zugleich sank der Anteil der kurzfristigen Tantiemen von 2,7 auf 1,8 Millionen Euro.

Für Teyssen hat das unmittelbare Konsequenzen: Effektiv bekam der Vorstandsvorsitzende von Deutschlands größten Energiekonzern für das Jahr 2013 rund 25 Prozent weniger ausbezahlt als im Vorjahr: 3,0 Millionen Euro statt 3,9 Millionen Euro. Sämtliche Aktienoptionen, die Teyssen vor vier Jahren für 2013 gewährt worden waren, verfielen komplett.

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Zwar haben noch nicht alle Dax-Konzerne ihre Vergütungsberichte vorgelegt. Doch eine Zwischenbilanz zeigt: Nur wenige Chefs von Dax-Konzernen können sich über deutliche Gehaltssprünge für das vergangene Jahr freuen.

Um die aktuellen Optionen in vier Jahren einlösen zu können, muss unter anderem die Kapitalrendite Eons in diesem Zeitraum deutlich über den Kapitalkosten liegen. „Das ist in Anbetracht der düsteren Prognosen schwierig“, hieß es in den Konzernkreisen.

Hintergrund ist eine Änderung des Vergütungssystems, die Eon-Aufsichtsratschef Werner Wenning durchsetzt hat, um die Vorstandsgehälter stärker an den längerfristigen Erfolg des Unternehmens zu koppeln. Bisher bestand die Gesamtvergütung zu etwa 30 Prozent aus einem fixen Bestandteil, zu 40 Prozent aus jährlichen Tantiemen, die an der persönlichen Leistung und dem Unternehmenserfolg anknüpften, und zu 30 Prozent aus den langfristigen Aktienoptionen. Jetzt muss jeder Vorstand von den erarbeiteten Tantiemen selbst ein Drittel in die Optionen investieren. Damit sind nun 42 Prozent des Gehalts langfristig ausgerichtet.

Den vollständigen Artikel können Sie in der digitalen Tageszeitung „Handelsblatt Live“ lesen.

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juf

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