Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

01.07.2013

13:25 Uhr

Gehaltsranking

Arme Banker, reiche Auto-Manager

VonPatrick Schultz

Eine aktuelle Studie zu den Einkommen der Vorstandsvorsitzenden zeigt: Das große Geld wird in der Automobilbranche gemacht. Bei den Banken sind die Zeiten der horrenden Vorstandsgehälter endgültig vorbei.

Martin Winterkorn, Vorstandsvorsitzender von Volkswagen: Der Manager verdiente im vergangenen Geschäftsjahr 14,5 Millionen Euro. dpa

Martin Winterkorn, Vorstandsvorsitzender von Volkswagen: Der Manager verdiente im vergangenen Geschäftsjahr 14,5 Millionen Euro.

Düsseldorf Die öffentliche Diskussion ließ in den vergangenen Monaten anderes vermuten. Doch die Bankvorstände sind längst nicht die Bestverdiener bei den Dax-Unternehmen. Auf den ersten zehn Rängen der bestverdienenden Vorstandsvorsitzenden findet sich kein einziger Bankchef, wie aus einer heute veröffentlichten Studie der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) und der TU München hervorgeht. Die ersten drei Plätze im Gehaltsranking belegen demnach VW-Chef Martin Winterkorn (14,5 Mio. Euro), Daimler-Chef Dieter Zetsche (8,2 Mio. Euro) und Siemens-Chef Peter Löscher (7,9 Mio. Euro). Erst auf Platz 13 findet sich das Führungsduo der Deutschen Bank, Anshu Jain und Jürgen Fitschen, mit einer gemeinsamen Vergütung von 5,3 Millionen Euro.

In den Chefetagen der Frankfurter Banken liegen beim Blick in die Lohntüte Freude und Frust eng beieinander: Während sich Vorstände der Commerzbank im vergangenen Jahr über eine Vergütungserhöhung von 130 Prozent freuen durften, bekamen ihre Kollegen bei der Deutschen Bank knapp ein Drittel weniger als 2011. Die Commerzbanker bleiben trotzdem unter den weniger verdienenden DAX-Vorständen: Mit einem durchschnittlichen Vorstandseinkommen von 1,3 Millionen Euro liegen sie im Verdienstranking 2012 ganz hinten. Am besten verdienten 2012 die Volkswagen-Vorstände, die mit 6,8 Millionen Euro pro Kopf nach Hause gingen. Ein Deutsche-Bank-Vorstand bekam im Durchschnitt 3,97 Millionen Euro ausgezahlt.

Die Unternehmen der Finanzbranche, resümiert Studienautor Gunther Friedl von der TU München, seien bei der Vorstandsvergütung inzwischen bestenfalls im Mittelfeld zu finden. Das zeige, „dass die Vergütung durchaus auf Erfolge und Misserfolge in einzelnen Branchen reagiert“.

Bei den Finanzvorständen liegt Hans Dieter Pötsch (Volkswagen) mit einem Jahresgehalt von sechs Millionen Euro ganz vorn, auf den weiteren Plätzen folgen Joe Kaeser von Siemens und Matthias Zachert vom Pharmaunternehmen Merck mit jeweils gut vier Millionen Euro.

Kommentare (9)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

www_wahrheiten_org

01.07.2013, 14:15 Uhr

"Arme Banker, ..."

Unglaublich wie man versucht, den Menschen mit solch einen Artikel, Sand in die Augen zu streuen!!!

Banker haben das Geldmonopol und schaffen Geld ( per Kredit ) aus dem nichts und verschulden/versklaven damit die ganze Menschheit!!!

Wenn man das Recht hat Geld aus dem nichts zu schaffen (Schuldgeldsystem), wie soll man da arm sein???

Warum erfahren wir in den Systemmedien nie etwas über das Schuldgeldsystem der internationalen Bankster?

Wer steht hinter den Systemmedien???

Man kann das "Schuldgeldsystem" der Bankster auch anders beschreiben:

Die Schlauen leben von den Dummen und die Dummen von der Arbeit!!!

Jeder der das nicht versteht, sollte im Internet nach "Schuldgeldsystem" suchen.

Matze

01.07.2013, 14:39 Uhr

@ ehre wem ehre gebührt! mit der anständigen entlohnung von "realer leistung" hab ich keine problem - die begrüsse ich!

dank an herrn winterk... für sein engagement für china! klug vorrausschauend! zielführend! angebraucht und angemessen für ein so fleissiges und kluges volk! erfolg dem leistenden! und lasst uns weiter dafür betten, dass die chinesische führung weiterhin so klug agiert und nicht die erfolgreichen entwicklungen im eigenen land hemmd - wie dies so oft in der "politikgeschichte passiert ist".
schlicht und einfach danke.

Realist313

01.07.2013, 15:04 Uhr

@Matze:
Vorausschauend war aber scheinbar nicht die Phase, in der die Automobilhersteller komplett auf Lager produziert haben und dann von Steuergeldern gerettet werden mussten (Abwrackprämie, verlängerte Kurzarbeit).
Bereits 1-2 Jahre später schütten Volkswagen, Audi und Co. wieder 6.000 - 8.000 EUR pro Mitarbeiter an Erfolgsprämie aus?

Wie hätten Sie reagiert, wenn die Commerzbank nach der Unterstützung mit Steuergeldern ihren Mitarbeitern Erfolgsprämien gezahlt hätte?!

Vielleicht sollte man noch einmal überlegen, wer die größeren Lobbyisten sind...

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×