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01.10.2015

10:42 Uhr

Gehaltsreport

Darum werden Sie 2016 mehr verdienen

VonCarina Kontio

Gute Zeiten für mehr Geld: Der Fachkräftemangel lässt Deutschlands Unternehmer zittern. Laut einer Studie des Personaldienstleisters Robert Half sind die Voraussetzungen für mehr Gehalt derzeit außerordentlich gut.

Auch im Gehalt sollte sich die Leistung widerspiegeln. Getty Images

Auch im Gehalt sollte sich die Leistung widerspiegeln.

DüsseldorfFragen Sie mal einen mittelständischen Maschinenbauer, wie viele Bewerbungsmappen er von hochqualifizierten Leuten auf dem Tisch liegen hat. Er seufzt: „Früher war alles einfacher.“ Früher, als ihm Ingenieure, Meister und kaufmännische Angestellte noch die Bude eingerannt haben, wenn er eine Stellenanzeige in der Regionalzeitung geschaltet hatte. Doch der Arbeitsmarkt hat sich verändert.

Trotz der insgesamt positiven Entwicklung, die Deutschland die geringste Erwerbslosigkeit seit 24 Jahren gebracht hat, sitzen der deutschen Wirtschaft der demografische Wandel und der Fachkräftemangel im Nacken. Weil die Bewerber so rar sind und nicht mehr so schnell gefunden werden, ist die Zeit also günstig, mit dem Chef über Geld zu reden.

14 Tipps für einen erfolgreichen Start

Hintergrundwissen aneignen

Vorab sollten möglichst viele Informationen über die neue Firma eingeholt werden, zum Beispiel per Internetrecherche. Wer in ein inhabergeführtes Unternehmen kommt, sollte vor seinem ersten Arbeitstag schon einmal ein Bild des Inhabers gesehen haben – sonst könnte es peinlich werden, wenn man ihn am Kaffeeautomaten nach seinem Namen fragt.

Beobachten

Unsicherheit darüber, wie man sich den anderen gegenüber verhalten soll, ist am Anfang ganz normal. Welche Umgangsformen herrschen in der neuen Firma? Welche internen Regeln gibt es? Schon im Vorstellungsgespräch und später dann vor Ort ist es hilfreich, die anderen genau zu beobachten und sich an dem Verhalten der anderen zu orientieren.

Vorstellungsrunde vorbereiten

Egal, ob der Chef Sie durch die Abteilungen führt oder Sie sich vor dem Team selbst vorstellen: Überlegen Sie sich eine kurze Einleitung, das alle wichtigen Informationen zu Ihrer Person, Ihrer bisherigen Laufbahn und Ihrem neuen Aufgabenbereich enthält. Ein Kuchen ist nie verkehrt – und vergessen Sie auf keinen Fall, auch den Chef dazu einzuladen. 

Die richtige Kleidung

Informieren Sie sich noch vor dem ersten Arbeitstag, welche Kleidung in der Branche üblich ist. Der Faktor Kleidung ist enorm wichtig, denn das richtige Outfit drückt Zugehörigkeit aus.

Zu Fehlern stehen

Natürlich sollte man den gleichen Fehler nicht dreimal hintereinander machen, doch sind Fehler gerade am Anfang alles andere als ungewöhnlich. Versuchen Sie nie, einen Fehler zu verheimlichen sondern fragen Sie stattdessen nach, wie Sie ihn beim nächsten Mal vermeiden können.

Schlüsselpersonen identifizieren

Die ersten Wochen dienen auch dazu, die Personen zu identifizieren, die für einen selbst am wichtigsten sind. Das können neben dem direkten Vorgesetzten auch andere Mitarbeiter und Kollegen sein.

Nicht sofort nach Urlaub fragen

Es gibt einige Dinge, die in den ersten Tagen tabu sind: Dazu gehört unter anderem die Frage nach dem nächsten Urlaub. Ebenso sollten Sie es vermeiden, unpünktlich zur Arbeit oder zu Terminen zu erscheinen oder sich zu früh in den Feierabend zu verabschieden.

Die Ressourcen kennen

Erkundigen Sie sich zu Beginn, auf wen Sie zugreifen können und wer wann informiert werden muss.

Den richtigen Zeitpunkt abwarten

Am Anfang ergeben sich sicherlich viele Fragen. Doch stören Sie Kollegen oder Vorgesetzte nicht während eines Telefongesprächs oder wenn er oder sie offensichtlich in Eile ist, sondern warten Sie einen passenden Moment ab.

Arbeitsstile

Tauschen Sie sich mit Kollegen über bevorzugte Arbeitsstile aus. Möchte jemand zum Beispiel lieber persönlich, per Telefon oder per E-Mail informiert werden?

Zwischenmenschliche Kontakte forcieren

Warten Sie nicht darauf, dass die Kollegen Sie zur Kaffeepause abholen, sondern gehen Sie selbst auf die anderen zu. Haben Sie eine Frage an den Chef, gehen Sie kurz vor dem Mittagessen zu ihm und anschließend gemeinsam in die Kantine.

Genau zuhören

Geben Sie sich stets Mühe, genau zuzuhören, was das Gegenüber mag. Merken Sie sich dieses Detail und greifen Sie es an gegebener Stelle wieder auf – das zeigt nicht nur, dass Sie aufmerksam zuhören, sondern drückt auch Wertschätzung aus.

Nicht über den alten Job lästern

Bei Nachfragen nach dem alten Job sollten Sie stets sachlich bleiben. Über die alten Kollegen oder den Chef herziehen, ist tabu.

Mit Kritik zurückhalten

Halten Sie sich zunächst an die Vorgaben, die man Ihnen macht, auch wenn diese Ihnen in manchen Fällen weniger sinnvoll erscheinen sollten. Wenn Sie sich eingearbeitet und das Unternehmen in Ruhe kennen gelernt haben, können Sie immer noch Verbesserungsvorschläge machen.

Die neue Gehaltsstudie des Personaldienstleisters Robert Half, die Handelsblatt Online exklusiv vorliegt, zeigt Ihnen, was Sie 2016 für Ihre Arbeit verlangen können.

Vor allem Spezialisten in den Branchen IT, Finanz- und Rechnungswesen sind derzeit hoch gefragt und dürfen sich über mehr Geld in der Tasche freuen. „Wer entsprechend qualifiziert ist“, erläutert Sven Hennige von Robert Half, „kann sich seinen Job oft aussuchen und die Unternehmen müssen um die besten Köpfe ringen.“

Der Arbeitsmarkt, so das eindeutige Urteil in der Studie, ist in Bewegung, und die Chefs zahlen ihren Mitarbeitern im Schnitt im kommenden Jahr bis zu fünf Prozent mehr Lohn, als sie eigentlich geplant hatten. Sie sorgen sich nämlich nicht nur darum, geeignete Kandidaten für freie Stellen zu finden, sondern haben auch noch Angst, dass ihre Top-Talente in Zukunft von einem Wettbewerber weggeschnappt werden.

Kommentare (23)

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Herr Marc Otto

01.10.2015, 11:11 Uhr

Ja, das werde ich bestimmt, denn mein Trading System läuft immer besser und ich weiß, dass ich selbst mein bester Berater bin.

Ich verzichte auch weiterhin gere auf den Rat der Experten und nutze auch keine Börsendienste. Aber ich perfektioniere mein Handelssystem und nutze es, wenn es mal wieder stzärker bergauf / bergab gaht.

G. Nampf

01.10.2015, 11:29 Uhr

Fächkräfemangel? LOOOOL

Die ARD-Dokumentation "Der Arbeitsmarktreport: Das Märchen vom Fachkräftemangel "
belegt eindeutig, daß der Fachkräftemangel garnicht existiert.

http://programm.ard.de/?sendung=2810612471331395

alternativ:

http://dokumonster.de/sehen/9854-der-arbeitsmarktreport-das-maerchen-vom-fachkraeftemangel-ard-doku/

Und durch die Zuwanderer aus dem Süden wird das Lohnniveau noch geringer denn die nehmen Jobs auch zu niedrigen Löhnen. In Libanon ist das Lohngefüge durch die Hundertausende Flüchtlinge schon massiv abgesunken. Genau das wird auch hier passieren .

Account gelöscht!

01.10.2015, 11:59 Uhr

Die Realität holt die Tagträumer schon noch ein.
Durch die weltweite Vernetzung lassen sich höhere Preise gar nicht durchsetzen. Ich bin seit 35 Jahren im Geschäft und die Margen sind jedes Jahr weiter herunter gegangen. Wovon sollen denn höhere Löhne und Gehälter gezahlt werden?

Die Bundesregierung sieht die hohen Steuereinnahmen und gibt sich selbst Applaus. Aber MwSt.-Einnahmen sind nicht gleichbedeutend mit Unternehmensgewinn!

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