Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

26.05.2013

12:19 Uhr

Geldauflage in Millionenhöhe

Verfahren gegen Maschmeyer eingestellt

AWD-Gründer Carsten Maschmeyer muss sich nicht wegen Verstoß gegen das Wertpapierhandelsgesetz verantworten. Nach Zahlung einer Geldauflage in Millionenhöhe stellte die Staatsanwaltschaft Hannover das Verfahren ein.

Ermittlungsverfahren abgewendet: Carsten Maschmeyer. dpa

Ermittlungsverfahren abgewendet: Carsten Maschmeyer.

HannoverAWD-Gründer Carsten Maschmeyer hat mit der Zahlung einer Geldauflage in Höhe von 2,9 Millionen Euro ein Ermittlungsverfahren der Staatsanwaltschaft Hannover abgewendet. Es habe der Verdacht bestanden, dass Maschmeyer gegen das Wertpapierhandelsgesetz verstoßen habe, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Hannover am und damit bestätigte einen Bericht der „Wirtschaftswoche“.

Die aufgrund einer Anzeige der Finanzaufsicht Bafin eingeleiteten Ermittlungen seien bereits im Januar eingestellt worden. Die von Maschmeyer gezahlten Millionen seien zum Teil an eine wohltätige Organisation gegangen.

Laut „Wirtschaftswoche“ hatte der Unternehmer ein größeres Aktienpaket des AWD-Konkurrenten MLP besessen, ohne dies gemeldet zu haben. Damit könnte Maschmeyer gegen das Wertpapierhandelsgesetz verstoßen haben, nach dem Anteilseigner binnen vier Tagen öffentlich machen müssen, dass sie bestimmte Schwellen - etwa von 3, 5 oder 20 Prozent der Stimmrechte - überschritten haben.

Maschmeyer räumte den Bericht zufolge ein, zumindest kurzzeitig die Drei-Prozent-Meldeschwelle überschritten zu haben. Er habe Anfang 2008 rund 2,9 Prozent der MLP-Anteile gekauft. Als MLP eigene Aktien zurückkaufte, sei sein Anteil über Nacht auf über drei Prozent gestiegen. Er habe daraufhin Aktien verkauft, so dass die vorherige Beteiligung wieder hergestellt worden sei.

Maschmeyer erklärte, dass keine „rückwirkende Meldung dieser passiven Überschreitung der Meldeschwelle“ erfolgt sei. Die Staatsanwaltschaft habe eine Geldauflage vorgeschlagen, da es nicht danach ausgesehen habe, dass sich der Anfangsverdacht in einem Verfahren erhärtet hätte. Es handle sich weder um eine Strafzahlung noch um ein Schuldeingeständnis, betonte Maschmeyer.

Von

dpa

Kommentare (14)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Account gelöscht!

26.05.2013, 12:27 Uhr

Verfahren gegen Maschmeyer eingestellt! Welches deutsche Recht wurde hier angewandt? Wer hat da Einfluss auf das Gericht genommen?
Zu was für einer Bananenrepublik ist die BRD verkommen.
Schämt euch ihr Richter und Politiker.

Account gelöscht!

26.05.2013, 12:51 Uhr

Wie lange müssen wir uns sowas noch anschauen?
Wann werden solche "kleinen Deals unter Freunden"endlich Vergangenheit sein?
Wie weit es Menschen geschafft haben,sich von der Gesellschaft zu entfernen,abzugrenzen,zu dokumentieren,"ich bin besser,ich werde deswegen auch anders behandelt",zeigt ein solches Verfahren.Hochnotpeinlich,wenn man mich fragt, und das hat mit Recht und Gesetz nichts mehr zu tun.

Account gelöscht!

26.05.2013, 12:56 Uhr

Alle tiere sind gleich..^^

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×