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13.01.2007

17:57 Uhr

General Motors

Europachef Forster geht nach Detroit

Der Europachef von General Motors (GM), Carl-Peter Forster, rückt nach Informationen der „Wirtschaftswoche“ als neuer Entwicklungsleiter in den Konzernvorstand auf. Demnach soll Forster im kommenden Januar den bald 75 Jahre alten Autoveteranen Robert A. Lutz beerben.

Carl-Peter Forster wird Entwicklungsleiter im GM-Vorstand. Foto: Archiv Quelle: dpa

Carl-Peter Forster wird Entwicklungsleiter im GM-Vorstand. Foto: Archiv

HB MÜNCHEN. GM-Chef Rick Wagoner habe dies dem 52-Jährigen am Rande der Detroit Motor Show mitgeteilt, berichtete das Magazin. Mit der Berufung nach Detroit bedankt sich Wagoner dem Bericht zufolge bei seinem bisherigen Europachef auch für dessen erfolgreiche Arbeit.

Im vergangenen Jahr habe das Unternehmen in Europa mit mehr als zwei Millionen Autos so viele Fahrzeuge wie nie zuvor verkauft und einen Gewinn in dreistelliger Millionenhöhe eingefahren. Das Europa-Geschäft habe sich damit vom Verlustbringer zu einer der tragenden Säulen des Konzerns entwickelt. Von Detroit aus solle Forster nun die Zusammenführung der Marken Opel und Saturn vorantreiben. Neben dem Kompaktwagen Opel Astra sollen künftig auch der Kompaktvan Opel Zafira sowie der nächste Opel Vectra Kombi in den USA unter der amerikanischen Marke verkauft werden.

Über die Chancen des Opels Astra auf dem amerikanischen Markt äußerte sich Wagoner allerdings skeptisch. „Als wir das entschieden haben, sahen die Gewinnaussichten besser aus als heute“, sagte der Konzernchef der „Welt am Sonntag“ zufolge. Jetzt stelle sich das schwerer dar, weil der Euro einfach so stark sei. Der Konzern will den Astra seiner Tochterfirma Opel Ende des Jahres unter der Marke Saturn in den Vereinigten Staaten einführen.

Der Schritt sei aber nur der erste Teil einer langfristigen Strategie, betonte Wagoner: „In Zukunft könnten wir etwa Kleinwagen für den Weltmarkt in unserem Forschungszentrum in Deutschland entwickeln und sie dann auch in den USA bauen, um das Wechselkursrisiko loszuwerden.“ Beim Astra sei dies allerdings noch nicht der Fall: Mit 30 000 bis 50 000 verkauften Fahrzeugen pro Jahr, wie man es in den USA anstrebe, lohne sich dies nicht, sagte der Konzernchef.

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