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03.08.2014

16:15 Uhr

Gennadi Timtschenko

Sanktionen legen Oligarchen-Jet lahm

Der Privatjet eines russischen Industriellen wird vom amerikanischen Hersteller nicht länger gewartet. Gennadi Timtschenko, ein Vertrauter des russischen Präsidenten Putin, muss auf das Fluggerät verzichten.

Werbefoto des Herstellers der Gulfstream G650. Der Jet kann annhähernd Schallgeschwindigkeit erreichen. PR

Werbefoto des Herstellers der Gulfstream G650. Der Jet kann annhähernd Schallgeschwindigkeit erreichen.

MoskauDie von den USA im Ukraine-Konflikt gegen Russland verhängten Sanktionen zwingen einen der einflussreichsten russischen Industriebarone zum Wechsel seines Verkehrsmittels: Der Hauptaktionär des zweitgrößten russischen Gasförderers Novatek, Gennadi Timtschenko, sagte der Nachrichtenagentur Itar-Tass, er könne seinen Luxusjet nicht länger benutzen. Die Herstellerfirma Gulfstream verweigere die technische Wartung des Flugzeuges.

„Die Sanktionen kommen in den seltsamsten Formen daher. Gulfstream darf weder die Lieferung weiterer Jets mit mir besprechen, noch die Wartung des gegenwärtigen.“ Der Wirtschaftsboss besitzt laut Itar-Tass eine rund 65 Millionen Dollar teure Gulfstream G650.

Timtschenko ist einer der reichsten Geschäftsleute Russlands und gilt als Vertrauter von Präsident Wladimir Putin. Er steht auf einer Sanktionsliste der US-Regierung. Gulfstream ist eine Tochter des US-Unternehmens General Dynamics.

Von

dpa

Kommentare (2)

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Herr Teito Klein

04.08.2014, 08:15 Uhr

Der arme Oligarch
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Jetzt muss er also "Holzklasse" (First Class Linie) fliegen. Und das nur, weil er auf der US-Sanktionsliste steht.
Sein Luxus-Jet darf nicht mehr starten weil er nicht mehr gewartet wird. Und er ist doch ein enger Vertrauter von Warlord Putin.
Vielleicht sollte er sich einen Airbus A319 zulegen.
So luxuriös kann ein Airbus sein. Mit einer Kapazität von 18 bis 30 Personen und einer Reichweite von rund 11.000 Kilometern ist der Airbus der Privatjet mit der größten Kabine auf dem Markt. Die Fluggesellschaft Emirates verfügt über einen eigenen A319 mit 10 Suiten, einer Lounge und einem Esszimmer.
Damit könnte er wieder "standesgemäß" fliegen.
In der EU gehen Wirtschaftsinteressen vor Sanktionen gegen Russland (Putin).

Herr Hans Joachim Seifert

04.08.2014, 12:24 Uhr

Gute Nachricht
Brasilien und andere unabhängige Hersteller werden jubeln über eine so gut PR der US Hersteller. Die Milliardäre dieser Welt werden es sich zukünftig sicher gut überlegen von US-EU Konzernen derartige "Spielzeuge" zu kaufen. Wenn man aus welchen Gründen auch immer auf eine offizielle oder geheime Sanktionsliste der USA gesetzt wird sind Verträge nichts mehr wert. Heutige gute Verbündete könne morgen schon die besten Feinde sein.

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