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10.10.2015

02:30 Uhr

Geplanter Börsengang

Italienische Post mit bis zu 9,8 Milliarden Euro bewertet

Italien hofft beim geplanten Börsengang der Poste Italiane auf Einnahmen von bis zu 3,7 Milliarden Euro. Das Finanzministerium setzte am Freitag die Preisspanne für die angebotenen Aktien auf 6,00 bis 7,50 Euro fest.

Eine Frau betritt eine Postfiliale in Rom: Der Staat will Kasse machen. Die Post soll an die Börse. Reuters

Postfiliale in Rom

Eine Frau betritt eine Postfiliale in Rom: Der Staat will Kasse machen. Die Post soll an die Börse.

MailandDer Staat will 38 Prozent der Anteile bei privaten und institutionellen Anlegern platzieren. Die Poste wurde vor 153 Jahren gegründet und ist mit 143.000 Mitarbeitern größter Arbeitgeber im Land. Klassische Post-Geschäfte machen aber nur noch rund 15 Prozent des Umsatzes von zuletzt etwa 28,5 Milliarden Euro aus. 85 Prozent wird mit Versicherungen und Finanzdienstleistungen erwirtschaftet. Zum Maximalpreis wäre die Post mit 9m8 Milliarden Dollar bewertet.

Kleinanlegern wird eine Bonus-Aktie für jeweils 20 reguläre Papiere angeboten, die sie mindestens ein Jahr halten. Zudem soll 2015 und 2016 jeweils mindestens 80 Prozent des Netto-Gewinns als Dividende an die Aktionäre gezahlt werden. Das ist mehr, als Analysten erwartet hatten. Die Aktien können vom 12. bis 22. Oktober gezeichnet werden.

Zu den Risiken für die neuen Eigentümer der Post wurde von Analysten auf hohe Restrukturierungskosten und den möglichen Widerstand der Gewerkschaften verwiesen, die eine Kehrtwende im wenig profitablen Briefgeschäft verhindern könnten.

Die Regierung will mit der Privatisierung staatlicher Firmen den Schuldenberg von etwa zwei Billionen Euro angehen. Es wird erwartet, dass 2016 auch ein Teil der italienischen Bahn an die Börse kommt. EU-Kommission und Internationaler Währungsfonds haben Italien aufgefordert, Privatisierungen zu beschleunigen.

Von

rtr

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