Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

15.03.2013

16:10 Uhr

Gerichtsurteil

Eon Hanse geht gegen Gaspreis-Urteil vor

Der Energieversorger hat Revision gegen ein Gaspreis-Urteil eingelegt. Das OLG Hamburg hatte entschieden, dass die Preisanpassungen von Eon Hanse unwirksam seien. Eon hält seine Preise jedoch für angemessen.

Eon Hanse klagt gegen ein Urteil des Oberlandesgerichts Hamburg, das die Gaspreisanpassungen des Unternehmens für ungültig erklärt. dpa

Eon Hanse klagt gegen ein Urteil des Oberlandesgerichts Hamburg, das die Gaspreisanpassungen des Unternehmens für ungültig erklärt.

HamburgDer Energieversorger Eon Hanse geht gegen ein Gaspreisurteil vor, das Kunden einen Anspruch auf Rückzahlung einräumt. Das Unternehmen legte Revision beim Bundesgerichtshof ein, wie eine Sprecherin von Eon Hanse Vertrieb am Freitag berichtete. Gaskunden im Norden hatten am 30. Januar vor dem Oberlandesgericht in Hamburg nach einem mehrjährigen Rechtsstreit gesiegt.

Das Gericht gab einer Sammelklage von 53 „Gasrebellen“ statt. Die von der Verbraucherzentrale Hamburg koordinierte Klage richtete sich gegen Vertragsklauseln zu Preisanpassungen des Unternehmens. Durch den Schuldspruch wurden nach Darstellung der Verbraucherzentrale alle Preisänderungen des Energiekonzerns der vergangenen sieben Jahre unwirksam.

Das sind die größten Energieversorger der Welt

Platz 10

Die Rangliste der größten Energieunternehmen der Welt eröffnet Kansai Electric Power. Der japanische Versorger kam 2011 auf einen Umsatz von 33,3 Milliarden Dollar.

Platz 9

Mit 39,3 Milliarden Dollar Umsatz liegt der südkoreanische Versorger Korea Electric Power (Kepco) auf dem neunten Rang.

Platz 8

Iberdrola landet auf dem achten Platz. Der spanische Versorger erwirtschaftete 2011 Erlöse in Höhe von 41 Milliarden Dollar.

Platz 7

Der britische Versorger SSE (Scottish and Southern Energy) landet auf Rang sieben der Rangliste. Umsatz 2011: 45,4 Milliarden Dollar.

Platz 6

Der erste deutsche Energiekonzern findet sich auf Platz sechs wieder. RWE erwirtschaftete im Jahr 2011 Erlöse von 63,7 Milliarden Dollar.

Platz 5

64,6 Milliarden Dollar erwirtschaftete Tokyo Electric Power im Jahr 2011. Besser bekannt ist das Unternehmen unter der Abkürzung Tepco. Nach der Katastrophe am Atomkraftwerk von Fukushima ist Tepco inzwischen mehrheitlich im Besitz des japanischen Staates.

Platz 4

Électricité de France (EDF) schrammt knapp am Treppchen vorbei. Die Franzosen kommen mit einem Umsatz 2011 von 84,6 Milliarden Dollar auf Platz vier.

Platz 3

Der größte italienische Energiekonzern ist weltweit die Nummer drei. Enel machte 2011 einen Umsatz von 103,2 Milliarden Dollar.

Platz 2

Der französische Versorger GDF Suez findet sich auf Rang zwei der Rangliste. Im Jahr 2011 erwirtschaftete GDF Suez Erlöse in Höhe von 117,5 Milliarden Dollar.

Platz 1

Der deutsche Branchenprimus ist auch weltweit die Nummer eins. Eon kam im Jahr 2011 auf einen Umsatz von 157,3 Milliarden Dollar - das reicht für die Spitzenposition.

Das Unternehmen bekräftige seine Auffassung: „Das Gericht hat sich bei seiner Entscheidung rein auf den formalen Gesichtspunkt der Wirksamkeit der Klausel konzentriert. Unsere Preise sind angemessen.“ Der Versorger will nun seine Position vor dem BGH darlegen.

Die Verbraucherzentrale warf dem Versorger vor, auf Zeit zu spielen. Das Unternehmen wolle den Kunden ein weiteres Jahr ihre berechtigten Ansprüche vorenthalten, teilte Geschäftsführer Günter Hörmann mit. Er schätzt, dass mehr als 100 000 Kunden Ansprüche gegen Eon Hanse haben und folglich die Rückerstattungen mindestens einen zweistelligen Millionenbetrag ausmachten. Mögliche Forderungen der Kunden verjährten innerhalb von drei Jahren. Die Verbraucherschützer rechnen mit einem BGH-Urteil erst 2014.

Von

dpa

Kommentare (2)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Account gelöscht!

15.03.2013, 17:05 Uhr

Das dauert noch wenige Wochen. Danch wird jeder mündige Bürger gegen den Allgemein-Betrug wehren.

joe

15.03.2013, 20:14 Uhr

Aha...

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×