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22.07.2016

12:42 Uhr

Gerold Linzbach

Heideldruck-Chef verlässt das Unternehmen

Der Maschinebauer Heideldruck muss sich einen neuen Vorstandschef suchen. Gerold Linzbach verlängert seinen im August 2017 auslaufenden Vertrag nicht und will sich danach anderen Zielen widmen

Der Vorstandsvorsitzende des Druckmaschinenherstellers Heidelberger Druck wird seinen auslaufenden Vertrag nicht verlängern. dpa

Gerold Linzbach

Der Vorstandsvorsitzende des Druckmaschinenherstellers Heidelberger Druck wird seinen auslaufenden Vertrag nicht verlängern.

HeidelbergDer Maschinenbauer Heidelberger Druckmaschinen muss sich einen neuen Chef suchen. Der amtierende Vorstandsvorsitzende Gerold Linzbach teilte dem Aufsichtsrat am Freitag mit, er wolle seinen im August 2017 endenden Vertrag nicht erneuern. Er stehe dem Unternehmen aber bis dahin für einen geordneten Übergang zur Verfügung, teilte das Unternehmen dazu mit. Nach der erfolgreichen Wende des jahrelang kriselnden Weltmarktführers für Bogenoffset-Druckmaschinen wolle sich der 60-Jährige anderen unternehmerischen Zielen widmen.

Wegen einer schweren Erkrankung hatte Linzbach im vergangenen Jahr für einige Monate nicht arbeiten können. Doch sollen Gesundheitsprobleme keine Rolle bei der Entscheidung spielen: „Es passt zu seinem beruflichen Werdegang, dass er sich nach Abschluss der Neuausrichtung ein neues Einsatzgebiet sucht“, betonte ein Sprecher.

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Nach jahrelanger Sanierung hat der Maschinenbauer Heidelberger Druckmaschinen im vergangenen Geschäftsjahr wieder schwarze Zahlen geschrieben. Aus Sicht von Firmenchef Linzbach hat der Konzern jetzt wieder Perspektiven.

Der Hesse wechselte schon mehrfach den Job. Vor seinem Wechsel zu Heideldruck vor vier Jahren stand er an der Spitze des Hamburger Callcenterbetreibers D+S, war vier Jahre Chef des Aromenherstellers Symrise und einige Jahre in den USA Topmanager von Chemieunternehmen. Der Chemieingenieur und ehemalige McKinsey-Berater begann seine Industriekarriere vor 25 Jahren als Leiter der Unternehmensplanung bei der im Pharmakonzern Sanofi aufgegangenen Hoechst AG in Frankfurt.

Den angeschlagenen Druckmaschinenbauer hat Linzbach mit Personalabbau und einem Umbau des Produktportfolios in den vergangenen Jahren zurück in die schwarzen Zahlen gebracht. Die Finanzkrise und der Umbruch im Druckgeschäft durch das Internet hatten das Traditionsunternehmen in die Krise gestürzt.

Die Suche nach einem Nachfolger läuft jetzt. Die Besetzung mit einem externen Manager gilt als wahrscheinlich. Die Aktie des SDax-Unternehmens baute ihren Gewinn nach dem angekündigten Personalwechsel aus und notierte mit 2,55 Euro gut ein Prozent im Plus.

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