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04.03.2016

09:25 Uhr

Geschäftsreisen

Business-Trips verlieren ihren Glanz

VonChristoph Schlautmann

Terror, Krieg und Krisen machen Deutschlands Reisebranche zu schaffen. Die Buchungszahlen unter den Urlaubern brechen seit Herbst massiv ein. Ein weiterer Schlag: Auch Unternehmen knausern bei den Mitarbeiter-Reisen.

Immer mehr Firmen knausern bei den Ausgaben für Reisekosten.

Geschäftsreisende

Immer mehr Firmen knausern bei den Ausgaben für Reisekosten.

FrankfurtNicht nur Urlaubsangebote lassen die Deutschen derzeit links liegen, auch die Ausgaben für Geschäftsreisen werden dieses Jahr voraussichtlich sinken. Zu diesem Ergebnis kommt eine Befragung des Verbands Deutsches Reisemanagement (VDR), der jedes Jahr die Stimmung bei seinen Mitgliedsunternehmen erfragt. „Es wird wieder mehr gespart“, sagte VDR-Präsident Dirk Gerdom, im Hauptberuf oberster Geschäftsreisemanager beim Softwarekonzern SAP, dem Handelsblatt. Der Frankfurter Verband vertritt nach eigenen Angaben 550 Unternehmen, die zusammen auf ein Reise-Geschäftsvolumen von jährlich rund zehn Milliarden Euro kommen – und damit ein Viertel des Gesamtmarkts abdecken.

Dabei sei es weniger der Kostendruck in den Unternehmen, der das Reisebudget nach unten bewege, heißt es beim VDR. „In den Konzernen wird einfach effizienter geplant“, sagte Gerdom. „Eintagesreisen werden zunehmend hinterfragt, Termine oft zu einer mehrtägigen Dienstreise zusammengefasst.“

Hinzu kommt, dass bei den Geschäftsreisen die Sterne fallen. Den Glanz von fünf Sternen gönnen nur noch sechs Prozent der Unternehmen ihren Mitarbeitern. „In den Beherbergungsstrategien ergibt sich eine Verschiebung nach unten in die Drei-Sterne-Kategorie“, berichtet der SAP-Manager. Auch Buchungen für Budget-Hotels nähmen weiter zu. „Viele Manager haben erkannt, dass die Qualität etwa von Ketten wie Motel One für Geschäftsreisen völlig ausreicht.“

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Terroranschläge in Ägypten und strandende Flüchtlinge auf den Ägais-Inseln schlagen sich in den Reisebuchungen nieder. Dieter Gunz, Gründer des Reiseveranstalters FTI, spricht über Urlaub und die Gefahrenlage.

In dieser Kategorie wuchs der Übernachtungsanteil deutscher Geschäftsreisender 2015 binnen Jahresfrist von fünf auf acht Prozent. Auch die Drei-Sterne-Hotels legten um acht Prozentpunkte auf 53 Prozent zu, während Vier-Sterne-Herbergen fast ein Drittel ihres Anteils verloren und aktuell nur noch auf 32 Prozent kommen.

Auch der Anstieg von Flugreisen scheint gestoppt. Gingen vergangenes Jahr hier noch 40 Prozent der Reisemanager von einer Zunahme aus, während nur zehn Prozent mit einem Minus rechneten, hat sich das Bild deutlich gewandelt.

Nur noch 30 Prozent gehen derzeit von einem weiteren Plus bei den Flugbuchungen aus, 27 Prozent dagegen von einem Abschmelzen. Treffen die Prognosen der VDR-Mitglieder ein, steht den Airlines somit im kommenden Jahr eine Stagnation bevor.

Kommentare (11)

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Account gelöscht!

04.03.2016, 09:55 Uhr

Das ist doch richtig.
Der Urlaub in der Ferne wird völlig überschätzt.
Wir zelten mit der Familie schon seit Jahren am nahe gelegenen Baggersee

Account gelöscht!

04.03.2016, 10:19 Uhr

(...)

Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

Herr mostly harmless

04.03.2016, 10:30 Uhr

Tolle Sache! Geschäftsreisen sollten grundsätzlich nur an nahe gelegnene Baggerseen gehen!

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