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16.06.2016

07:31 Uhr

Geschäftsreisen

Chefs drängen Business-Reisende in die Holzklasse

VonChristoph Schlautmann

Wer für seinen Arbeitgeber ins Flugzeug steigt, der muss auf Komfort verzichten: Für Business-Trips steht Mitarbeitern immer weniger Budget zur Verfügung. Vor allem Autozulieferer sparen bei Geschäftsreisen.

Für Dienstreisen mit dem Flugzeug wird weniger Geld ausgegeben. imago/Ralph Peters

Geschäftsreise

Für Dienstreisen mit dem Flugzeug wird weniger Geld ausgegeben.

DüsseldorfDeutschlands Arbeitgeber setzen ihre Geschäftsreisenden zunehmend auf Sparflamme. Nur noch 305 Euro kostete ein durchschnittlicher Dienst-Trip 2015 – zwei Euro weniger als im Vorjahr und fünf weniger als 2013. Das geht aus der soeben vorgelegten Geschäftsreiseanalyse des Verbands Deutsches Reisemanagement (VDR) hervor.

Insider machen kein Geheimnis daraus, was derzeit die Sparsamkeit massiv antreibt: „Bei den Automobilzulieferern sind einige Firmen bei Flugbuchungen komplett umgestiegen auf Economy“, berichtet Mark Tantz, Geschäftsführer der Dertouristik-Geschäftsreisesparte FCM. Der Grund: Insbesondere der VW-Dieselskandal bereite vielen Zulieferern Zukunftssorgen.

In anderen Branchen wie dem Kreditgewerbe, bei Versicherungen oder in der Chemieindustrie laufe das Reisebuchungsgeschäft zwar stabil – mehr aber auch nicht. „Keines der Unternehmen hat das Geschäftsreisevolumen nach oben gedreht“, sagt Tantz.

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Obwohl der VDR im vergangenen Jahr 182,7 Millionen Geschäftsreisen zählte und damit vier Prozent mehr als im Vorjahr, stieg der Reiseumsatz nur um 3,4 Prozent auf 50,9 Milliarden Euro.

War es früher der Run auf Budgethotels wie Motel One, der die Reisekosten der einzelnen Mitarbeiter nach unten drückte, sind es nun die immer niedrigeren Flugkosten. Seit 2004 schrumpfte der Anteil der Business-Class-Tickets, die deutsche Unternehmen für Fernflüge buchten, um ein Drittel. Kamen damals bei Großunternehmen noch 53 Prozent der Dienstreisenden in diesen Genuss, sind es heute nur noch 35 Prozent.

Auch die neu eingeführte „Premium Economy“, die mehr Beinfreiheit bietet als die Holzklasse, fing den Rückgang nicht auf. Die preislich unter der Business Class angesiedelte Buchungsklasse macht aktuell bei Interkontinentalflügen gerade einmal zehn Prozent der Nachfrage von Großunternehmen aus.

So geht Kritik am Chef

Vertrauen aufbauen

Nur, wenn der Vorgesetzte weiß, dass er Ihnen vertrauen kann, wird er Ihnen auch bei Ihrer Kritik vertrauen.

Unter vier Augen

Wenn Sie Kritik äußern möchten, machen Sie es in einem Zweiergespräch.

Erst loben, dann kritisieren

Wer seinen Chef immer nur kritisiert, wird ihn irgendwann nicht mehr dazu bringen können, sich zu ändern. Deshalb sollten Sie ihn auch auf Dinge ansprechen, die Ihnen positiv aufgefallen sind. Achtung: Positiv ist nicht gleich schleimen.

Subjektiv ist besser als objektiv

Machen Sie Ihrem Chef klar, wie die Situation bei Ihnen persönlich angekommen ist. Gegen einen Eindruck, den er erweckt hat, kann auch Ihr Vorgesetzter nichts einwenden.

Konkret werden

Eine pauschale Kritik bringt nichts. Sprechen Sie die konkrete Situation an, in der Ihr Chef einen Fehler gemacht hat oder über das Ziel hinausgeschossen ist.

Nur wenige Punkte ansprechen

Wenn Sie kritisieren, arbeiten Sie nicht gleich eine Liste mit zehn Punkten ab. Sprechen Sie nur ein oder zwei Punkte an, die Sie in der letzten Zeit gestört haben.

Im ersten Quartal 2016 setzte sich der Trend fort, wie Zahlen des Geschäftsreiseanbieters FCM bestätigen. Dort verringerte sich der Anteil der Business-Class-Buchungen von 11,2 auf 10,8 Prozent. 2011 hatte er noch bei 13 Prozent gelegen. „Außerdem sinken die Durchschnittspreise der Airlines“, sagt Geschäftsführer Tantz, „und das über alle Klassen und Zielgebiete hinweg.“ Durch Billigangeboten versuchten die Fluggesellschaften derzeit, ihren Sitzladefaktor zu erhöhen.

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