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08.06.2014

16:21 Uhr

Geteiltes Deutschland

Ostdeutsche sind in Dax-Vorständen Seltenheit

Selbst Amerikaner und Briten sitzen öfter im Vorstand von Dax-Unternehmen als Ostdeutsche. Es gibt insgesamt nur vier Dax-Vorstände aus Ostdeutschland. Aber woran fehlt es den Ostdeutschen?

Kathrin Menges, Vorstandsmitglied bei Henkel: Sie ist eine von vier Ostdeutschen Dax-Vorständen. AFP

Kathrin Menges, Vorstandsmitglied bei Henkel: Sie ist eine von vier Ostdeutschen Dax-Vorständen.

BerlinIn den Dax-Unternehmen sind Vorstände, die in der ehemaligen DDR geboren und aufgewachsen sind, einem Bericht zufolge auch 25 Jahre nach dem Mauerfall noch eine Seltenheit. Unter den 182 Dax-Vorständen seien 17 Amerikaner und fünf Briten, aber nur vier in Ostdeutschland geborene und aufgewachsene Manager, wie die „Welt am Sonntag“ unter Berufung auf eine Untersuchung der Personalberatung KornFerry berichtete.

Bei den vier Ausnahmen aus Ostdeutschland handele es sich um Kathrin Menges, Vorstand bei Henkel, Torsten Jeworrek von Munich-Re, Hauke Stars von der Deutschen Börse in Frankfurt und Eon-Vorstand Mike Winkel.

Dass bis heute so wenige Ostdeutsche in den Konzernspitzen vertreten seien, liege vor allem an der Ausbildung in der DDR, die die Menschen nicht für die Managerebene qualifiziert habe, sagte Berit Bretthauer von KornFerry. „Leistung wurde im dortigen System nur teilweise belohnt, vieles war politisch.“ Vielen fehle es auch an „aggressiver Selbstvermarktung“, sagte Bretthauer.

Von

afp

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