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23.01.2006

19:35 Uhr

Getränke

Paulaner- und BHI-Chef Salewski verlässt die Braugruppe

Der Chef der zur Schörghuber-Gruppe gehörenden Brau Holding International (BHI) und der Paulaner-Gruppe, Wolfgang Salewski (62), verlässt überraschend das Unternehmen. Sein Dienstvertrag sei per Ende März beendet worden, teilte die Schörghuber Unternehmensgruppe in München mit.

dpa MüNCHEN. Der Chef der zur Schörghuber-Gruppe gehörenden Brau Holding International (BHI) und der Paulaner-Gruppe, Wolfgang Salewski (62), verlässt überraschend das Unternehmen. Sein Dienstvertrag sei per Ende März beendet worden, teilte die Schörghuber Unternehmensgruppe in München mit.

Salewskis Nachfolge als Sprecher der Geschäftsführung der BHI trete Friedrich Georg Hoepfner an, Chef der ebenfalls zu der Gruppe gehörenden badischen Brauereien Hoepfner und Fürstenberg. Ein Grund für die Entscheidung wurde nicht nicht genannt. Nach Angaben eines Unternehmenssprechers spielten dabei auch persönliche Gründe eine Rolle. Dem Schritt sei ein mehrwöchiger Diskussionsprozess zwischen Salewski und Schörghuber vorausgegangen, nach dessen Abschluss man sich für Hoepfner als Nachfolger entschieden habe. Hoepfner sei „absolut erste Wahl“ für diese Aufgabe gewesen, hieß es. „Es gibt keinen Streit“, sagte der Unternehmenssprecher. Sein Mandat als Aufsichtsratsvorsitzender bei der Kulmbacher Brauerei AG wird Salewski noch bis zur diesjährigen Hauptversammlung wahrnehmen.

Paulaner- und BHI-Chef Salewski gilt als Architekt der Regionalstruktur, mit der die Brau Holding International zur Nummer drei im deutschen Biermarkt hinter Radeberger und Inbev aufgestiegen ist. Die Gruppe (Paulaner, Hacker-Pschorr, Karlsberg, Kulmbacher, Fürstenberg, Hoepfner) kommt auf einen jährlichen Getränkeabsatz von knapp elf Mill. Hektoliter.

Erst vor kurzem hatten Fürstenberg und Hoepfner die in Finanznot geratene Privatbrauerei Schmucker aus Mossautal im Odenwald übernommen. Friedrich Georg Hoepfner hatte die gleichnamige Brauerei mangels eines Nachfolgers 2004 an die BHI verkauft. Bei Paulaner ist die Nachfolge nach Angaben des Unternehmenssprechers noch nicht geklärt. Dort gebe es aber eine funktionierende Geschäftsführung.

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