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12.11.2013

17:28 Uhr

Gewerkschaft NGG

Die erste Frau an der Spitze der NGG

Zum ersten Mal steht an der Spitze der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) eine Frau: Michaela Rosenberger ist neue Vorsitzende. Sie fordert bessere Bezahlung und bessere Arbeitsbedingungen in der Gastronomie.

Mitglieder der NGG. Von nun an leitet die Gewerkschaft Michaela Rosenberger. Picture Alliance

Mitglieder der NGG. Von nun an leitet die Gewerkschaft Michaela Rosenberger.

BerlinAn der Spitze der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) steht zum ersten Mal eine Frau: Auf dem Gewerkschaftstag in Berlin wurde Michaela Rosenberger am Dienstag mit knapp 87 Prozent der Delegiertenstimmen zur neuen Vorsitzenden gewählt, wie die NGG mitteilte. Die 53-Jährige ist Nachfolgerin von Franz-Josef Möllenberg, der nach 21 Jahren an der Gewerkschaftsspitze nicht erneut antrat. Rosenberger ist gelernte Hotelfachfrau und Berufsschulfachlehrerin und seit 32 Jahren NGG-Mitglied.

Rosenberger forderte eine bessere Bezahlung und bessere Arbeitsbedingungen in der Gastronomie. Fast 160.000 Beschäftigte in deutschen Restaurants, Gaststätten und Hotels könnten nicht von ihrem Lohn leben und müssten mit Hartz IV aufstocken, teilte die NGG unter Berufung auf eine Studie der Hans-Böckler-Stiftung mit. Rund 69.750 dieser Beschäftigten hätten sogar einen regulären Arbeitsvertrag und seien sozialversicherungspflichtig beschäftigt, die übrigen rund 89.800 seien als Mini-Jobber auf Hartz IV angewiesen. Es handele sich um einen „Branchen-Skandal“, kritisierte Rosenberger. Dreiviertel aller Beschäftigten in der Gastronomie erhielten lediglich einen Niedriglohn.

„Wer im Service, in der Küche oder im Catering arbeitet, der macht einen Stress-Job. Zur guten Arbeit gehört aber auch ein gutes Auskommen“, forderte sie. Schließlich sei die Branche ein „Rund-um-die-Uhr-Gewerbe“, in dem mehr als jeder sechste Beschäftigte von Nachtarbeit betroffen sei.

Die größten Konsumgüterhersteller der Welt

Platz 10

Tyson Foods

Umsatz 2012: 33,3 Milliarden Dollar

Veränderung gegenüber 2011: plus vier Prozent

Operative Marge (2012): vier Prozent

Quelle: OC&C

Platz 9

Archer Daniels Midland

Umsatz 2012: 34,7 Milliarden Dollar

Veränderung gegenüber 2011: plus sechs Prozent

Operative Marge (2012): zwei Prozent

Platz 8

Mondelez (ehemaliges Auslandsgeschäft von Kraft Foods)

Umsatz 2012: 35 Milliarden Dollar

Veränderung gegenüber 2011: minus zwei Prozent

Operative Marge (2012): 15 Prozent

Platz 7

JBS

Umsatz 2012: 37,3 Milliarden Dollar

Veränderung gegenüber 2011: plus 24 Prozent

Operative Marge (2012): vier Prozent

Platz 6

AnheuserBusch Inbev

Umsatz 2012: 39,8 Milliarden Dollar

Veränderung gegenüber 2011: plus zwei Prozent

Operative Marge (2012): 34 Prozent

Platz 5

Coca-Cola

Umsatz 2012: 47,9 Milliarden Dollar

Veränderung gegenüber 2011: plus drei Prozent

Operative Marge (2012): 24 Prozent

Platz 4

PepsiCo

Umsatz 2012: 65,5 Milliarden Dollar

Veränderung gegenüber 2011: minus zwei Prozent

Operative Marge (2012): 14 Prozent

Platz 3

Unilever

Umsatz 2012: 66 Milliarden Dollar

Veränderung gegenüber 2011: plus zehn Prozent

Operative Marge (2012): 14 Prozent

Platz 2

Procter & Gamble

Umsatz 2012: 83,7 Milliarden Dollar

Veränderung gegenüber 2011: plus drei Prozent

Operative Marge (2012): 18 Prozent

Platz 1

Nestlé

Umsatz 2012: 98,4 Milliarden Dollar

Veränderung gegenüber 2011: plus zehn Prozent

Operative Marge (2012): 16 Prozent

Rund ein Viertel der Beschäftigten leiste zudem mehr als zehn Überstunden pro Woche. Von regulären Arbeitszeiten könne die Branche ohneAn der Spitze der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) steht zum ersten Mal eine Frau: Auf dem Gewerkschaftstag in Berlin wurde Michaela Rosenberger am Dienstag mit knapp 87 Prozent der Delegiertenstimmen zur neuen Vorsitzenden gewählt, wie die NGG mitteilte. Die 53-Jährige ist Nachfolgerin von Franz-Josef Möllenberg, der nach 21 Jahren an der Gewerkschaftsspitze nicht erneut antrat. Rosenberger ist gelernte Hotelfachfrau und Berufsschulfachlehrerin und seit 32 Jahren NGG-Mitglied.

Die Arbeitgeber in Hotels, Gaststätten, Restaurants und Systemgastronomie müssten die Arbeitsbedingungen spürbar verbessern, Imagekampagnen allein reichten nicht aus. Nur so könnten auch wieder mehr Lehrlinge für die Branche gewonnen werden. Der Rückgang der Auszubildendenzahl um 35 Prozent in den vergangenen zehn Jahren sei „alarmierend“.

Von

afp

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