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14.08.2013

09:40 Uhr

Gewinn bricht ein

Versicherungsmakler MLP weiter im Sinkflug

Der Finanzdienstleister MLP steckt weiter in schwierigen Zeiten. Der Gewinn im abgelaufenen Quartal brach um zwei Drittel ein. Kunden würden sich vor allem bei Altersvorsorgeverträgen zurückhalten.

Unternehmenszentrale des Finanzdienstleisters Marschollek, Lautenschläger und Partner (MLP). Mit Provisionen verdient MLP zuletzt weniger. dpa

Unternehmenszentrale des Finanzdienstleisters Marschollek, Lautenschläger und Partner (MLP). Mit Provisionen verdient MLP zuletzt weniger.

StuttgartNach einem schwachen Jahresauftakt hat der Finanz- und Versicherungsmakler MLP auch im zweiten Quartal mit schwacher Nachfrage zu kämpfen. Die vor allem aus Provisionen stammenden Erlöse sanken in den Monaten April bis Juni abermals um vier Prozent auf 107,9 Millionen Euro, wie der auf Hochschulabsolventen und vermögende Kunden spezialisierte Makler am Mittwoch in Wiesloch bei Heidelberg mitteilte.

„Unsere Marktbedingungen sind nach wie vor schwierig“, zog Vorstandschef Uwe Schroeder-Wildberg Bilanz unter das erste Geschäftshalbjahr. Vor allem beim Abschluss von langfristigen Altersvorsorgeverträgen und Krankenversicherungs-Policen hielten sich die Kunden weiterhin zurück. In der Vermögensverwaltung kletterten die Erlöse hingegen, konnten die Einbußen im angestammten Vermittlungsgeschäft aber nicht vollständig wettmachen.

Was 2013 aus 100.000 Euro wurde (1.Halbjahr)

Silber

62.510 Euro

Brasilianische Aktien

73.320 Euro

Gold

74.490 Euro

Russische Aktien

83.690 Euro

Chinesische Aktien (Shanghai Composite)

88.730 Euro

Türkische Aktien

90.210 Euro

Bundesanleihen

98.260 Euro

US-Treasuries

98.540 Euro

Sparbuch

100.032 Euro

Tagesgeld

100.930 Euro

US-Dollar

101.220 Euro

Deutsche Aktien

104.360 Euro

Öl (WTI)

105.550 Euro

Japanische Aktien

113.630 Euro

US-Aktien

115.280 Euro

Venezolanische Aktien

151.720 Euro

Der Gewinn vor Steuern und Zinsen brach im abgelaufenen Quartal um zwei Drittel auf 0,9 Millionen Euro ein, da der Makler in der ersten Jahreshälfte kräftig investierte, um die wachsende Kundenbasis besser beraten zu können. Nach dem ersten Halbjahr liegt der operative Gewinn mit 4,9 Millionen Euro 68 Prozent unter Vorjahr. Im Gesamtjahr will MLP vor Steuern und Zinsen zwischen 65 und 78 Millionen Euro verdienen und damit an das Vorjahr anschließen. In der zweiten Jahreshälfte sei eine „deutliche Belebung“ der Geschäfte zu erwarten, sagte Finanzchef Reinhard Loose. „Deshalb bleibt unser Jahresziel nach wie vor erreichbar.“

Gewöhnlich holt MLP das Gros der Gewinne in der zweiten Jahreshälfte herein. Denn viele Kunden stellen vor Jahresende ihre Versicherungspolicen und Finanzierungsverträge auf den Prüfstand und schließen gegebenenfalls neue Policen ab, wofür MLP Provisionen kassiert. Bei der Zahl der Kundenbetreuer hielt die Talfahrt auch im zweiten Quartal an: Ende Juni waren 2012 Berater für MLP tätig, Ende März waren es noch 2033 gewesen.

Von

rtr

Kommentare (2)

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real

14.08.2013, 10:27 Uhr

...irgendwann checkt halt auch noch der Letzte, dass nur und in erster Linie die Mittler und die Versicherer selbst an den Produkten verdienen! Der Laden ist überflüssig!

wabalu

16.08.2013, 08:13 Uhr

Es ist stark zu bezweifeln, dass im zweiten Halbjahr die Ziele erreicht werden. Der Markt für private Krankenversicherungen wird immer enger und bei der momentanen Presse im Bezug auf Altersvorsorgeprodukte darf für MLP auch nicht viel Hoffnung Aufkommen.

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