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14.05.2014

11:18 Uhr

Gewinn verdoppelt

Deutsche Wohnen profitiert von GSW-Übernahme

Der Immobilienkonzern hatte die GSW zum Jahreswechsel gekauft. Den Zahlen zufolge zahlt sich die Übernahme für die Deutsche Wohnen nun aus: Zwischen Januar und März verdoppelte sich der Gewinn. Die Zukunft sieht gut aus.

Das GSW-Gebäude in Berlin: Die Deutsche Wohnen macht dank der Übernahme der GSW deutlich mehr Gewinn. dpa

Das GSW-Gebäude in Berlin: Die Deutsche Wohnen macht dank der Übernahme der GSW deutlich mehr Gewinn.

FrankfurtDie Übernahme der Berliner GSW zahlt sich für den Wohnimmobilienkonzern Deutsche Wohnen aus. Der für Immobiliengesellschaften maßgebliche operative Gewinn aus der Vermietung (FFO) habe sich im ersten Quartal auf 59,1 (Vorjahr 30,9) Millionen Euro nahezu verdoppelt, teilte Deutsche Wohnen am Mittwoch mit. Er übertraf damit die Erwartungen der Analysten deutlich. Bis zum Jahresende soll der FFO auf mindestens 210 Millionen Euro steigen, bekräftigte der Vorstand. Analysten gehen im Schnitt von 207 Millionen Euro aus.

Deutsche Wohnen hatte die kleinere GSW um den Jahreswechsel gekauft und in eigenen Aktien bezahlt. Damit avancierte sie mit 150.000 Objekten zum zweitgrößten privaten Wohnungsvermieter in Deutschland nach der Deutschen Annington. Dass auch der FFO je Aktie im ersten Quartal um fünf Prozent gestiegen sei, zeige die Vorteile des Zusammenschlusses, erklärte das Unternehmen. In Berlin, ihrem wichtigsten Markt, habe Deutsche Wohnen die Mieten dank des neuen Mietspiegels im Schnitt um 4,6 Prozent angehoben. Konzernweit lagen die Mietsteigerungen bei 4,2 Prozent. Der Nettogewinn erhöhte sich um 74 Prozent auf 45,5 Millionen Euro.

Das sind Deutschlands Immobilienriesen

Platz 6: GAG

Die GAG Immobilien AG bewirtschaftet rund 42.000 Wohnungen. Das Unternehmen ist nach eigenen Angaben der größte Vermieter in Köln. Die GAG verwalte damit 2,8 Millionen Quadratmeter Wohnfläche.

Platz 5: GSW

Die GSW Immobilien kommt auf 60.000 Wohnungen. Das Unternehmen ist börsennotiert und wurde im Jahr 1924 gegründet. Schwerpunkt der Arbeit ist Berlin, die GSW ist dort nach eigenen Angaben „ein führendes privates Wohnimmobilienunternehmen“.

Platz 4: TAG

Die TAG Immobilien AG kommt auf Platz vier der deutschen Wohnungsriesen. Das Unternehmen verwaltet 68.781 Wohnungen. Hauptstandorte sind nach eigenen Angaben die Großräume Hamburg und Berlin, die Region Salzgitter, Thüringen/Sachsen sowie Nordrhein-Westfalen. Sitz der TAG ist Hamburg.

Platz 3: Deutsche Wohnen

Die Deutsche Wohnen mit Sitz in Berlin bewirtschaftete im April 2013 insgesamt 82.500 Wohnungen. Aktuell gibt das börsennotierte Unternehmen die Zahl der Wohnimmobilien mit rund 89.500 an. Schwerpunkt ist der Großraum Berlin sowie das Rhein-Main-Gebiet, Rheinland, Hannover, Braunschweig, Magdeburg.

Platz 2: Gagfah

Die Gagfah Gruppe mit Sitz in Essen ist die Nummer zwei der Wohnimmobilien-Unternehmen in Deutschland. Im April bewirtschaftete das Unternehmen 145.000 eigene Mietwohnungen und 13.000 für Dritte verwaltete Wohnungen. Aktuell gibt das Unternehmen sogar 35.000 für Dritte verwaltete Wohnungen an.

Platz 1: Deutsche Annington

Die Deutsche Annington erregte mit dem Börsengang im Juli 2013 zuletzt großes Aufsehen. Das Bochumer Immobilienunternehmen bewirtschaftet 210.000 Wohnungen - davon 180.000 eigene. Die Deutsche Annington stieg im Jahr 2005 auf, als sie die Viterra AG mit 138.000 Wohnungen von Eon erwarb.

Die Aktie legte am Mittwoch leicht zu und liegt mit 15,75 Euro über dem Substanzwert der Wohnungen, den Deutsche Wohnen per Ende März auf 14,22 Euro bezifferte.

Von

rtr

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