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24.01.2012

12:02 Uhr

Gewinne 2012

Was auf die Dax-Firmen zukommt

VonUlf Sommer

Das Geschäftsjahr 2012 dürfte die gleichen Gewinner sehen wie das Geschäftsjahr 2011. Allerdings wird es nicht mehr so viele Rekordgewinne geben wie im vergangenen Jahr.

Das Logo auf der Firmenzentrale des Software-Konzerns SAP. dpa

Das Logo auf der Firmenzentrale des Software-Konzerns SAP.

DüsseldorfAn der Sieger- und Verliererliste des vergangenen Jahres wird sich auch 2012 nicht viel ändern. Das zeigen schon die Äußerungen mehrerer Vorstandsvorsitzenden der Dax-Konzerne.

BASF-Chef Kurt Bock etwa, der schon 2011 einen Rekordgewinn erzielte, hat gerade erst seine Langfristprognosen erhöht - ungeachtet der Euro-Krise und der Rezessionsängste in Europa. Und SAP-Chef Jim Hagemann Snabe, auch er ein Sieger des vergangenen Jahres, registrierte zuletzt eher unter- als übertreibend "viel Schwung im Unternehmen". Die Auftragsbücher des Walldorfer Softwarekonzerns sind prall voll.

Ganz anders hingegen äußert sich beispielsweise Lufthansa-Chef Christoph Franz. Er musste die Beschäftigten sogar in seinem Weihnachtsbrief auf ein neues Sparprogramm einstimmen. Auch der Mischkonzern Thyssen-Krupp sowie die Versorger RWE und Eon - allesamt 2011 auf der Verliererliste - haben keine begründete Hoffnung, in diesem Geschäftsjahr zu den Gewinnern zu gehören.

Einig sind sich Unternehmen und Analysten jedoch darin, dass auch die Gewinne der 2011 so erfolgreichen Großunternehmen durchweg nicht mehr so wie bislang weitersteigen werden. "Schon seit Mitte 2011 sind die Gewinnerwartungen für die Dax-Konzerne deutlich gefallen", sagt Commerzbank-Analyst Andreas Hürkamp.

Allerdings haben Unternehmen und Analysten ihre Prognosen für 2012 von einem sehr hohen Niveau aus abgesenkt. So erwarteten die Analysten noch im vergangenen Sommer, dass 30 Dax-Konzerne 2012 insgesamt 86 Milliarden Euro verdienen würden. Inzwischen sind diese Prognosen wegen der Eintrübung des konjunkturellen Umfelds um 13 Prozent auf 74 Milliarden Euro gesenkt worden. Das wäre immerhin noch eine Milliarde Euro mehr als im Erfolgsjahr 2011 - und nur fünf Milliarden Euro weniger als 2007, dem Jahr mit den höchsten Unternehmensgewinnen in der Geschichte der Bundesrepublik.

Was das abgelaufene Geschäftsjahr und die in dieser Woche beginnende Bilanzsaison betrifft, so ermöglichen die bereits präsentierten Neunmonatszahlen, Vorabzahlen einiger Unternehmen, firmeneigene Prognosen und die Schätzungen internationaler Analysten, die bei Finanzdatenspezialisten wie Factset und Bloomberg zusammenlaufen, zuverlässige Berechnungen der Jahresergebnisse der 30 Dax-Konzerne.

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