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23.04.2015

13:11 Uhr

Gewinneinbruch

Wincor streicht 1100 Stellen

Gewinneinbruch, schleppende Geschäfte: Beim Geldautomatenhersteller Wincor werden bis 2018 über 1000 Stellen abgebaut. Für den Konzernumbau macht das Unternehmen 120 Millionen Euro locker.

Ein Monteur schraubt an einem Geldautomaten: Der Paderborner Konzern verzeichnet Gewinneinbrüche und musste Stellen abbauen. dpa

Wincor Nixdorf

Ein Monteur schraubt an einem Geldautomaten: Der Paderborner Konzern verzeichnet Gewinneinbrüche und musste Stellen abbauen.

DüsseldorfDer Geldautomatenhersteller Wincor Nixdorf drückt beim Konzernumbau auf die Tube und greift dafür tief in die Tasche. Für 120 Millionen Euro will Vorstandschef Eckard Heidloff Wincor in ein Software- und IT-Service-Unternehmen umbauen und den operativen Gewinn bis 2017/18 mehr als verdoppeln. Ursprünglich habe er sich für die Restrukturierungen mehr Zeit lassen wollen, sagte Heidloff am Donnerstag im Gespräch mit der Nachrichtenagentur Reuters. Doch der Preisverfall bei der Hardware und die schleppende Nachfrage in einigen Schwellenländern und dem europäischen Ausland zwängen zum Handeln. „Wir wollen den Konzernumbau aus eigener Kraft und als unabhängiges Unternehmen realisieren. Das ist im Aufsichtsrat so beschlossen“, betonte Heidloff.

Der Wincor-Chef kündigte an, das Software-Geschäft auch mit Hilfe von Zukäufen auszubauen. „Aber nicht um jeden Preis.“ Zudem will er das rasch wachsende Geschäft „Bargeldloses Bezahlen“ auslagern. „Wir können uns dafür auch einen Börsengang in einigen Jahren vorstellen“, sagte Heidloff. Es sei aber auch möglich, dass Wincor sich Investoren ins Boot hole. „Auf jeden Fall wollen wir die Mehrheit behalten.“ Das Geschäft, das derzeit mit 150 Mitarbeitern 50 Millionen Euro Umsatz macht, wachse jährlich um 30 bis 40 Prozent.

Wincor hat seit der Finanzkrise nicht mehr Tritt gefasst. Für den nun geplanten Konzernumbau will sich das Management von 1100 Mitarbeitern – rund zwölf Prozent der Belegschaft – trennen. „Die Zahl der Mitarbeiter wird bis in drei Jahren aber per Saldo gleich bleiben“, betonte Heidloff. Im Softwarebereich sollen Mitarbeiter eingestellt werden.

Von

rtr

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