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07.12.2013

10:19 Uhr

Goldman Sachs

118 Millionen Dollar Strafe für Ex-Vizechef

Neun Monate Haft warten jetzt auf einen ehemaliger Vize-Chef von Goldman Sachs – dazu kommt eine hohe Geldstrafe. Der Grund: Er soll Wetten auf Termingeschäfte in Milliardenhöhe verschleiert haben.

Matthew Taylor beim Verlassen des Gerichtssaals: Er hatte sich bereits im April schuldig bekannt. Reuters

Matthew Taylor beim Verlassen des Gerichtssaals: Er hatte sich bereits im April schuldig bekannt.

New YorkWegen der Verschleierung riskanter Termingeschäfte in Milliardenhöhe ist ein ehemaliger Vize-Chef der US-Bank Goldman Sachs zu neun Monaten Haft verurteilt worden. Wie die zuständige Staatsanwaltschaft mitteilte, stellte ein New Yorker Gericht in seinem Urteil am Freitag (Ortszeit) fest, dass Matthew Taylor Ende 2007 insgesamt 8,3 Milliarden Dollar (6,1 Milliarden Euro) an Wetten auf Termingeschäfte „betrügerisch angehäuft und verschleiert" habe. Taylor hatte sich bereits im April schuldig bekannt.

Der 34-jährige Ex-Börsenhändler muss nun außerdem 118 Millionen Dollar Strafe zahlen. Diese Summe entspricht dem Schaden, den er mit seinen riskanten Geschäften Goldman Sachs zugefügt hatte.

Der Staatsanwaltschaft zufolge hatte Taylor seinen früheren Arbeitgeber mit einem falschen Bericht über seine Verluste und Gewinne getäuscht. In der Angelegenheit war das Bankhaus Goldman Sachs selbst im Dezember 2012 wegen Vernachlässigung seiner Aufsichtspflicht gegenüber seinem Mitarbeiter zu einer Strafzahlung von 1,5 Millionen Dollar verurteilt worden.

Von

afp

Kommentare (1)

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Mac

12.12.2013, 10:22 Uhr

Matthew Taylor war kein "Vize-Chef" bei Goldmann Sachs wie das Handelsblatt plakativ schon in der Überschrift des Artikels schreibt. Er hatte die Position eines "Vice President" inne; dies ist bei Investmentbanken üblicherweise die drittunterste Hierarchiestufe nach Analyst und Associate. Also eher ein Angestellter im Mittelbau der Bank, keinesfalls eine Führungskraft oder gar ein "Vize-Chef" von Goldman Sachs.

Solchen unzutreffenden Übersetzungen von Begriffen aus dem angelsächsisch geprägten Investment Banking begegnet man bei deutschen Zeitschriften leider immer wieder. Teils sind diese Ungenauigkeiten, wie auch in diesem Falle, dazu geeignet, bei nicht mit den richtigen Begriffen vertrauten Lesern, einen falschen Eindruck zu hinterlassen bzw. eine objektive Einschätzung des Sachverhalts zu erschweren.

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