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24.05.2013

09:42 Uhr

Gründer der Drogeriekette dm

Götz Werner sieht kein Ende des Wachstums

ExklusivAuch nach der Pleite des Konkurrenten Schlecker sieht Götz Werner keine Grenzen für das Wachstum seiner Drogeriemarktkette dm. Der Gründer ist außerdem davon überzeugt: Jeder Unternehmer kann von Goethe lernen.

Götz Werner, der Gründer der Drogeriemarktkette dm. dpa

Götz Werner, der Gründer der Drogeriemarktkette dm.

DüsseldorfDer Gründer und heutige Aufsichtsrat der Drogeriemarktkette dm, Götz Werner, sieht auch nach der Schlecker-Pleite keine Grenzen für das Wachstum seines Unternehmens. „Ein Einzelhandelsunternehmen ist ja prinzipiell nicht kapitalintensiv, wenn der Warenumschlag stimmt. Wenn Sie Ihre Ware schneller verkaufen, als Sie sie bezahlen müssen, können Sie theoretisch unendlich wachsen“, sagte Werner im Interview mit dem Handelsblatt anlässlich des 40. Jubiläums der Unternehmensgründung.

Selbst mehr als 3000 Filialen seien kein Problem. „Dann gliedern wir das Geschäft halt neu. Dann wird das Unternehmen von einem Monolith immer mehr zum Konglomerat“, sagte Werner. Solange das Wachstum auf Veränderung basiere, sei es gesund.

In dem Interview gibt Werner den Lieferanten die Schuld daran, dass das Aus beim Konkurrenten Schlecker so lange dauerte. „Ich habe schon Anfang der neunziger Jahre einen Brief an die Lieferanten geschrieben, dass sie diejenigen sind, die verhindern, dass passiert, was wegen des Geschäftsmodells zwangsläufig war“, sagte Werner.

Schlecker wurde von Industrie und Einkaufsverbund wegen des hohen Umsatzes über Zahlungsziele finanziert. Als Schlecker auf seinen Waren in unattraktiv gewordenen Geschäften sitzen blieb, brach der Konzern zusammen, obwohl er keine Bankschulden hatte.

Die Pleite von Schlecker hat dm rund zehn Prozent zusätzliches Wachstum gegeben. Die Drogeriekette ist neben Deutschland in elf weiteren europäischen Ländern vertreten. Im Geschäftsjahr 2011/12 (per September) betrieb das Unternehmen mit seinen 43.930 Mitarbeitern insgesamt 2.699 Filialen, davon 1. 345 in Deutschland. Der Umsatz stieg um gut elf Prozent auf rund 6,9 Milliarden Euro.

Lesen Sie das vollständige Interview hier.

Kommentare (6)

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24.05.2013, 10:08 Uhr

Wer für das bedingungslose Grundeinkommen plädiert, hat sich disqualifiziert.

vandale

24.05.2013, 10:27 Uhr

Die Einzelhändler handeln üblicherweise Zahlungsziele für die Ware von 90 - 120 Tage aus. Die Ware lässt sich schneller verkaufen. Damit haben die Einzelhändler sehr viel Liquidität.

In der Konsequenz kann auch ein mit Verlust arbeitender Einzelhändler wie Schlecker expandieren.

Interessant ist dann wieviel bei dem gewählten Konzept wirklich als Gewinn verbleibt.

Bislang habe ich den Eindruck, dass DM ganz gut funktioniert.

Vandale

FreundHein

24.05.2013, 10:30 Uhr

Als Ihr Arschkriecher vielleicht. Jenseits dieses doch rech eingeschränkten Horizontes sieht das dann etwas anders aus.
Sie haben übrigens dieses Interview genausowenig gelsen wie ich, weil Sie das nicht so sehr interessiert, dass Sie dafür auch noch Geld ausgeben würden.

Inwiefern die zunehmende "Zahlemann-Mentalität" die Informations- und Diskussionsfreiheit beeinträchtigt, bleibt zu beobachten.
"Free is, if you have to do nothing or have to pay for nothing. We've got to be free. Free is the wind." (F.Z.: Teenage wind)

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