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06.01.2004

10:59 Uhr

Unternehmen

Grundig-Chef Saalfrank geht

Die insolvente Grundig wird ab Ende Februar auf Vorstandssprecher Werner Saalfrank verzichten müssen. Er verlässt das Unternehmen.

HB NÜRNBERG. Mit der Auflösung des Elektronikkonzerns Grundig verlässt auch Vorstandschef Werner Saalfrank (48) das Traditionsunternehmen. Er werde Ende Februar ausscheiden, teilte der Vorstandssprecher der Grundig AG am Dienstag mit. „Zu diesem Zeitpunkt werde ich nicht mehr gebraucht. Dann sind auch die übrigen Grundig-Geschäftsbereiche verkauft“, sagte Saalfrank der dpa. Ein Nachfolger sei für ihn nicht mehr vorgesehen. Die AG werde abgewickelt. „Ich bin der letzte Grundig-Vorstandschef“, stellt Saalfrank fest.

Nach dem Verkauf der Autoradio-Sparte im November und anderen sich abzeichnenden Lösungen sei für ihn der richtige Zeitpunkt gekommen, neue Aufgaben und Herausforderungen zu suchen. Bis Ende Februar seien auch für die Diktiergeräte-Sparte, die Satelliten-Sparte und den Bereich Unterhaltungselektronik Investoren gefunden. Die entsprechenden Gespräche mit Interessenten liefen Erfolg versprechend.

Unklar sei noch, wie viele der nach dem Verkauf der Autoradio- Sparte verbliebenen knapp 1 200 Grundig-Arbeitsplätze gerettet werden könnten. Allein bei der Sparte Unterhaltungselektronik seien derzeit weltweit rund 1 000 Männer und Frauen beschäftigt - rund die Hälfte davon im Inland. Die andere Hälfte bestehe zum größten Teil aus den Belegschaften ausländischer Grundig-Vertriebsgesellschaften. Die Diktiergeräte-Sparte in Bayreuth und Fürth beschäftige rund 170 Mitarbeiter, die Satelliten-Sparte rund 100.

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