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09.04.2013

21:51 Uhr

Grundwasserverschmutzung

Beimischung brockt Exxon Millionenstrafe ein

Um Smog zu verringern, hat der Ölkonzern Exxon Mobil seinem Benzin den Zusatzstoff MTBE beigemengt. Doch es gab Nebenwirkungen. Ein US-Gericht brummte Exxon am Dienstag eine Millionenstrafe wegen Umweltverschmutzung auf.

Eine Exxon-Tankstelle in den USA. Reuters

Eine Exxon-Tankstelle in den USA.

ConcordDer Ölkonzern Exxon Mobil muss wegen der Verschmutzung des Grundwassers im US-Staat Connecticut durch einen Zusatzstoff in seinem Benzin 236 Millionen Dollar (180 Millionen Euro) Strafe zahlen. Nach einem fast dreimonatigen Gerichtsverfahren entschieden die Geschworenen am Dienstag, dass Exxon Mobil für die Beseitigung der Umweltschäden durch den Zusatzstoff MTBE aufkommen muss.

Der Staat Connecticut hatte die 236 Millionen Dollar vom Ölkonzern gefordert, um das Grundwasser zu überwachen und wieder aufzubereiten, nachdem es mit MTBE verunreinigt worden war. Der Zusatzstoff soll Smog reduzieren, doch das damit versetzte Benzin verbreitet sich schneller und weiter im Grundwasser als Benzin ohne MTBE.

Die Geschworenen entschieden, dass Exxon durch die Beimengung des Stoffs fahrlässig gehandelt habe und zudem die Behörden nicht ausreichend über dessen Wirkung auf die Umwelt informiert habe.

Ein Anwalt von Exxon Mobil bedauerte die Entscheidung der Geschworenen. Durch falsche Urteile hätten sie nicht alle Beweise sichten können und Exxon Mobil sei eines fairen Verfahrens beraubt worden, sagte Anwalt David Lender.

Von

ap

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