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14.11.2013

09:48 Uhr

Gute Planung

So sind Sie erfolgreich auf der Jobsuche

VonMiriam Bax

Viele Bewerber schätzen den Zeitaufwand der Stellensuche falsch ein, vertrödeln hier unnötige Zeit oder sparen an der falschen Stelle. Praktische Tipps zum Zeitmanagement helfen, den Bewerbungsprozess zu optimieren.

Um an einen guten Job zu kommen, sollten Bewerber sich vorab genau informieren. Foto: Fotolia

Um an einen guten Job zu kommen, sollten Bewerber sich vorab genau informieren. Foto: Fotolia

KölnEgal ob Absolvent oder Jobwechsler: Bevor die ersten Bewerbungen verschickt werden, sollten sich Bewerber intensiv mit dem eigenen Profil beschäftigen. Welche Fähigkeiten und Kompetenzen bringe ich eigentlich genau mit? Welche Rahmenbedingungen, wie beispielsweise die Arbeitszeit oder die Entfernung zum Arbeitsplatz, sind mir wichtig? Welche Anforderungen stelle ich an einen neuen Job?

Karrierecoach Bianca Sievert rät: „Diese Profilschärfung dient vor allem der Fokussierung eigener Fähigkeiten und Interessen. Bevor der vielseitig ausgebildete Bewerber mit einem Bündel an Fertigkeiten planlos die Stellensuchmaschinen durchforstet, sollte er zunächst klären, in welchem Berufs- oder Tätigkeitsfeld diese Fähigkeiten überhaupt gebraucht werden.“

Dazu empfiehlt es sich auch, das Gespräch mit Mitarbeitern zu suchen, die in einer ähnlichen Position tätig sind. Ziel ist dabei nicht, sich davon ein konkretes Jobangebot zu versprechen, sondern sich das Tätigkeitsfeld genau anzuschauen: Was genau wird dort getan, welche Fähigkeiten braucht man dafür und welche Perspektiven bieten sich.
Hat man sein gewünschtes Tätigkeitsfeld gefunden, fällt es leichter, passende Arbeitgeber und Stellenanzeigen zu identifizieren. Wer auf dem Stellenmarkt angesichts der Masse an unterschiedlichen Stellenbörsen keine attraktive Vakanz verpassen möchte, sollte mehrgleisig suchen.

Tipps für den Jobwechsel

Aktiv werden, statt frustriert sein

Lassen Sie sich nicht frustrieren. Im Gegensatz zu manch Anderen haben Sie das Glück, noch einen festen Job zu haben. Werden Sie aktiv, nutzen Sie die Zeit lieber, die Fühler nach Alternativen auszustrecken und Businesskontakte aufzubauen.

Den Jobwechsel gut abwägen

Bevor Sie das Handtuch werfen und den Jobwechsel ansteuern, hinterfragen Sie bitte alle Pro- und Contra-Punkte dieser Entscheidung. Haben Sie schon einen neuen Job in Aussicht bzw. wirklich sicher? Wunderbar! Zeichnet sich da noch so ganz und gar keine Alternative ab, harren Sie lieber noch ein wenig aus und nutzen Sie die Zeit dazu, aus gesicherter Position heraus auf Jobsuche zu gehen.

Seien Sie Stratege

Auch wenn Sie innerlich bereits gekündigt haben, lassen Sie sich bitte nicht dazu verleiten, im Team schlechte Stimmung zu verbreiten, den Chef durch den Kakao zu ziehen, nur noch das Notwendigste zu tun oder sich wie auch immer geartet zum Unternehmensfeind Nr. 1 zu machen.

Bewerben Sie sich aus sicherer Position heraus

Bewerben aus gesicherter Position heraus macht nicht nur aus finanzieller Sicht wesentlich entspannter, sondern bringt auch bessere Jobaussichten. Jeder Arbeitssuchende wird Ihnen bestätigen, dass es wesentlich schwerer ist, einen neuen Job zu finden, wenn man bereits ohne Anstellung ist. Gehen Sie deshalb nicht erst auf Jobsuche, wenn Sie bereits gekündigt haben, sondern fangen Sie damit bereits an, wenn Ihnen die ersten Kündigungsgedanken kommen.

Nutzen Sie Ihren Feierabend und das Wochenende – nicht die Arbeitszeit - gezielt dazu, sonst stehen Sie am Ende doch schneller auf der Straße, als gewünscht. Gleiches gilt natürlich, wenn Sie sich selbständig machen möchten. Starten Sie damit aus gesicherter Position heraus und wagen Sie den Absprung erst, wenn ein gewisses finanzielles Polster und andere Sicherheiten vorhanden sind.

Steigern Sie Ihren Marktwert

Hat man sich erst einmal dazu entschlossen, den Job zu wechseln, neigt man dazu, träge zu werden und den Joballtag damit zu verbringen, die Zeit totzuschlagen. Seien Sie klüger. Bilden Sie sich aktiv weiter und vertiefen Sie Ihr Wissen. Das erweitert nicht nur Ihre Fachkenntnisse, sondern erhöht zudem Ihren Marktwert. Natürlich gilt auch hier: Bitte nicht während der Arbeitszeit!

Knüpfen Sie ein Netzwerk von guten Kontakten

Nutzen Sie die Zeit im gesicherten Job dazu, aus Ihrer jetzigen Position heraus Kontakte zu knüpfen. An viele offene Stellen kommt man heutzutage über Vitamin B, also gute Beziehungen. Wer da die richtigen Leute kennt und durchschimmern lässt, dass er sich gerade beruflich neuorientiert, kann schneller zu einem neuen Job kommen, als geplant.

Zeigen Sie Präsenz

Nehmen Sie an fachrelevanten Veranstaltungen, regionalen und überregionalen Netzwerktreffen, Karriere- und Existenzgründermessen etc. teil oder tummeln Sie sich in Online Netzwerken wie z.B. Xing. Dabei sind auch private Aktivitäten förderlich. Wer weiß, vielleicht hat der eine oder andere Bekannte ja einen guten Tipp für eine offene Stelle. Wenn Sie eine eigene Firma gründen möchten, bauen Sie schon jetzt Kontakte zu potenziellen Kunden auf.

Luft anhalten und durch

Auch wenn es manchmal schwer fällt - reißen Sie sich am Riemen, atmen Sie beim nächsten Zoff mit den Kollegen lieber einmal mehr durch, anstatt laut zu werden und stehen Sie innerlich lächelnd über den Dingen. Schließlich haben Sie doch noch Größeres vor!

Quelle: www.careerbuilder.de

Die großen Generalisten unter den Jobbörsen wie Stepstone, Monster oder Jobware decken bereits einen Großteil der verfügbaren Stellenanzeigen ab. Und Metasuchmaschinen wie der Handelsblatt Jobturbo haben den Vorteil, dass sie die Stellenanzeigen dieser großen Jobbörsen sowie solche von Zeitungen und Karriereseiten zentral bündeln. Das Ansteuern jeder einzelnen großen Jobbörse ist so überflüssig.

Wer hier dann doch nicht fündig wird, kann sich gezielt die „kleineren“ Stellenbörsen vornehmen, die sich auf eine bestimmte Branche, Region oder Bewerberqualifikation konzentrieren. Zudem lohnt ein Blick auf die Unternehmenswebseiten, denn 90 Prozent aller freien Stellen werden dort ausgeschrieben. Wer eine bestimmte Branche ins Auge gefasst hat, kann gezielt die Vakanzen interessanter Arbeitgeber abklappern.

Kommentare (4)

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Account gelöscht!

14.11.2013, 10:21 Uhr

Die größte Zeitvernichtung besteht darin, diese Stellensuchmaschinen überhaupt zu nutzen. Viel Fake, viel Unrichtiges, alles sehr anonym und meistens wenig konkret. Okay, Anfänger kommen meistens nicht drumherum, aber Berufserfahrene, die erfolgreich sind, sollten sich über andere Wege platzieren. Wenn der Erfolg allerdings ausblieb, gehts durch die Mühlen der Maschinen mit geschönten Lebensläufen.

Account gelöscht!

14.11.2013, 11:23 Uhr

Lieber clemensespe, welche Wege halten Sie konkret für sinnvoll? Beste Grüße, Carina Groh-Kontio

global

14.11.2013, 13:17 Uhr

clemensespe liegt mit seinem Kommentar schon richtig.
Es ist nicht glaubwürdig, das Unternehmen angeblich über Monate keine Mitarbeiter für vergleichsweise simple Jobs finden.
Und um Ihre Frage zu beantworten Frau Groh-Kontio:
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