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30.04.2003

17:00 Uhr

Guter Start ins neue Geschäftsjahr

Stabwechsel bei Eon vollzogen

Eon-Vorstandschef Ulrich Hartmann hat zum Ende seiner 10-jährigen Amtszeit eine positive Bilanz der Arbeit an der Spitze des größten europäischen Energiedienstleisters gezogen.

HB/dpa ESSEN. „Wir haben die Zeit für eine tief greifende und erfolgreiche Umgestaltung des Unternehmens genutzt“, sagte der 64-jährige Manager am Mittwoch auf der Hauptversammlung in Essen. Hierzu gehört vor allem die Ausrichtung des Konzerns auf das Kerngeschäft Energie.

Allein in den vergangenen drei Jahren seien Zu- und Verkäufe in einem Gesamtvolumen von 80 Mrd. € getätigt worden - darunter als Meilensteine der Erwerb des britischen Stromkonzerns Powergen und zuletzt die Übernahme von Ruhrgas. Den Ruhrgas-Zukauf bezeichnete Hartmann vor mehreren tausend Aktionären als einen großen strategischen Schritt in einen Wachstumsmarkt. Und mit der Akquisition von Powergen sei Eon der endgültige Durchbruch zur Internationalisierung gelungen.

Hartmann wechselte mit Ablauf der Hauptversammlung in den Aufsichtsrat, wo er den Vorsitz übernehmen soll. Sein Nachfolger ist Wulf Bernotat (54), der bereits Mitte vergangenen Jahres zum künftigen Eon-Chef ernannt worden war. Bernotat war lange Zeit beim Mineralölkonzern Shell in unterschiedlichen Positionen tätig, bevor er 1996 zu Veba Öl kam. Bis Herbst 2002 führte er die Eon-Logistiktochter Stinnes, die inzwischen zur Deutschen Bahn AG gehört.

Hartmann übergibt seinem Nachfolger einen gesunden Konzern. Ins Geschäftsjahr 2003 sei Eon gut gestartet, sagte Hartmann. „Trotz des schwierigen Umfeldes erwarten wir operative Verbesserungen in allen Geschäftsbereichen“. Zahlen nannte er aber nicht. Im vergangenen Jahr hatte der Düsseldorfer Energieriese sein Betriebsergebnis um 23 % auf 3,9 Mrd. € gesteigert. Die Aktionäre erhalten eine Dividende von 1,75 € (Vorjahr: 1,60 €). Das ist die höchste Ausschüttung in der Firmengeschichte.

Für den deutschen Energiemarkt forderte Hartmann eine schlanke Regulierungsbehörde. Der Wettbewerb dürfe nicht durch Überregulierung erstickt werden. Nach einer Vorgabe der EU-Kommission muss Deutschland wie die übrigen Länder auch im Zuge der Liberalisierung der Energiemärkte eine solche Behörde bis 2004 benennen. Allerdings könnte Deutschland auch ohne eine solche Behörde auskommen. Schon heute seien ohne Regulierer 30 % des Erzeugungs- und über 20 % des Verteilungsmarktes in ausländischer Hand. Nur in Großbritannien seien die Anteile höher.

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