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14.01.2016

08:46 Uhr

Hall of Fame für Familienunternehmen

Widerstand ist Ansporn

Zum achten Mal hat das Handelsblatt Unternehmerpersönlichkeiten ausgezeichnet: Nicola Leibinger-Kammüller, Jörg Sennheiser und Roland Mack. Sie kämpfen für ihre Ziele, gegen Konventionen, Patriarchen oder die Bürokratie.

MünchenRoland Mack, Chef des Europaparks Rust, entwickelte einst auf einem Bierdeckel auf dem Rückflug aus den USA seine Vision eines Freizeitparks. Er kämpfte ein Vierteljahrhundert für eine eigene Autobahnausfahrt. Er schuf Deutschlands beliebtesten und größten Freizeitpark, auch wenn das Wetter im Ortenau-Kreis nicht so schön ist wie beim großen US-Konkurrenten in Orlando, erklärt Laudator Stefan Heidbreder, Geschäftsführer der Stiftung Familienunternehmen. Heute strömen fünf Millionen Besucher jedes Jahr in den Europapark.

Solchen Geschichten lauschen Familienunternehmer gern. Mehr als 190 von ihnen waren am Mittwochabend in das The Charles Hotel in München gekommen, um die neuen Mitglieder in die Handelsblatt Hall of Fame der Familienunternehmen aufzunehmen.

King of fun - Roland Mack

Hall of Fame: King of fun - Roland Mack

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In seiner Laudatio lobte Heidbreder die Weitsicht des Unternehmers Roland Mack. „Die weltweit einzigartige Kombination von Anlagenbauer und Betreiber ist ein echtes Alleinstellungsmerkmal, mit dem Mack seine Kunden bis heute überzeugt.“ So baut er neue Achterbahntypen stets als erstes in seinem Park, um den Abnehmern zu beweisen, dass ein Modell funktioniert und von den Besuchern angenommen wird. Schließlich kostet so eine Achterbahn zwischen 15 und 30 Millionen Euro.

Roland Mack: Ein Mann, ein Park

Roland Mack

Ein Mann, ein Park

Roland Mack stammt aus einer alten badischen Unternehmerfamilie. Dass er eines Tages den größten deutschen Freizeitpark führen würde, war dennoch nicht vorgezeichnet.

Heidbreder imponiert auch, wie der 66-Jährige immer wieder Neues ausprobiert. So stoße Roland Mack mit einer Filmproduktionsfirma, die virtuelle Welten schafft, in völlig neue Geschäftsfelder vor. Fahrgästen würden über selbst entwickelte Brillen filmische Realitäten eingespielt, die auf die Bewegungen der Achterbahn aufs Genaueste abgestimmt sind. Langfristig sichere er sich so für den Fall ab, „falls die Menschen eines Tages tatsächlich lieber vor dem Bildschirm zuhause statt in einem Fahrgeschäft sitzen“.

In seiner Dankesrede offenbarte Roland Mack, dass er noch immer einen Heidenspaß an seiner Aufgabe hat: „Ich habe einen der schönsten Berufe überhaupt“, rief er den Unternehmern zu. Schließlich sehe er so viele leuchtende Kinderaugen. Er selbst, so verriet er, sei bis heute der erste Tester neuer Achterbahnen aus eigenem Haus. „Ich stehe hier in der siebten Generation“, unterstrich der Geehrte.

1780 hat sein Vorfahr Paul Mack einen Handwerksbetrieb im badischen Waldkirch gegründet, aus dem einmal das heutige Unternehmen hervorgehen sollte: Der Achterbahnhersteller Mack Rides, vor allem aber Deutschlands größter Freizeitpark, der Europapark. „Viele meiner Vorfahren würden sich freuen, dass ich diese Ehrung annehmen kann.“ Der Unternehmer hatte fast die gesamte Familie mitgebracht. Frau Marianne, die Söhne Michael und Thomas, beide bereits in der Geschäftsführung des Parks, deren Gattinnen, sowie Bruder Jürgen Mack mit Frau.

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