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06.06.2014

19:04 Uhr

„Paket-Box“

Postkonkurrenten wollen eigenen Paketkasten anbieten

Seit einem Monat bietet die Deutsche Post bundesweit Briefkästen für Pakete an. Wettbewerber werden von der Mitbenutzung aber strikt ausgeschlossen. Nun machen die Postkonkurrenten gemeinsame Sache.

Paketkästen sind eine weitere Zustelloption, um die wachsende Paketflut durch den boomenden Onlinehandel zu bewältigen. dpa

Paketkästen sind eine weitere Zustelloption, um die wachsende Paketflut durch den boomenden Onlinehandel zu bewältigen.

Hamburg/BonnMit einer eigenen Paket-Box wollen die Konkurrenten der Deutschen Post ihren Kunden eine Alternative zum kürzlich eingeführten Paketkasten des Marktführers bieten. „Unser Ansatz ist, eine Branchenlösung zu finden“, sagte eine Sprecherin des Paketdienstleisters Hermes am Freitag auf Anfrage und bestätigte einen entsprechenden Bericht der „Deutschen Verkehrszeitung“ (DVZ). Wie das Blatt berichtete, wollten sich Hermes, DPD, UPS und GLS zusammenschließen und zügig eine Lösung für einen branchenoffenen Paketkasten finden.

Die Geschäftsführer der Unternehmen begründeten die Initiative mit der Ablehnung der Deutschen Post, ihre Paketkästen für die Konkurrenten zu öffnen. Der Vorstoß der Post sei nicht akzeptabel, sagte die Hermes-Sprecherin weiter. Die Konsumenten könnten nicht für jeden Paketdienst einen Paketkasten in den Vorgarten stellen. Bis zum Jahresende soll ein marktreifes Konzept vorliegen, das auch der Deutschen Post angeboten werden soll. Den Kunden werde keine weitere unvollkommene Lösung angeboten, die Wettbewerber ausschließe.

Hermes-Geschäftsführer Thomas Horst warf nach weiteren Angaben der DVZ der Post vor, ihre Monopolstellung auszunutzen, indem sie den Paketkasten nur den Postkunden zur Verfügung stelle. Er forderte die Politik auf, solche Regulierungen im Markt stärker zu prüfen.

Seit Anfang Mai vermarktet die Bonner Konzern bundesweit die Paketkästen, die sich vor allem Eigenheime mit Vorgarten eignen. Sie sind eine weitere Zustelloption, um die wachsende Paketflut durch den boomenden Onlinehandel zu bewältigen. Postvorstand Jürgen Gerdes hatte sie als „größte Revolution seit dem Briefkasten“ bezeichnet, eine Mitnutzung durch Wettbewerber aber strikt ausgeschlossen.

Von

dpa

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