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19.01.2005

21:29 Uhr

1. FC Deutschland 06

Scholz und Friends bekommt Zuschlag für WM-Kampagne

Nach wochenlanger Hängepartie kann nun die Image-Kampagne von Bundesregierung und Wirtschaft zur Fußball-Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland starten.

HB BERLIN. Vertreter deutscher Konzerne, des Industrieverbandes BDI und der Regierung gaben am Mittwochabend Scholz & Friends als Lead-Agentur den Zuschlag für die Standortwerbung. Nach Angaben der Bundesregierung soll die Umsetzung der Ideen in Kooperation mit den Agenturen „Goldener Hirsch“ und Lowe erfolgen. Öffentlich präsentiert werden soll die Kampagne im März. Das von Kanzler Gerhard Schröder (SPD) angestoßene Projekt „1. FC Deutschland 06“ soll zur WM in eineinhalb Jahren Deutschlands Stärken im In- und Ausland präsentieren. Für die Kampagne sind mindestens 20 Millionen Euro geplant, die je zur Hälfte vom Bund und von Unternehmen getragen werden sollen. Die Werbeaktion ist politisch umstritten, da sie mitten in den Bundestagswahlkampf 2006 fällt.

Schröder hatte Anfang November Spitzen der deutschen Wirtschaft das Projekt „FC Deutschland 06“ präsentiert. Die Resonanz in der Wirtschaft und die Bereitschaft der Unternehmen zu Finanzspritzen war zunächst verhalten. Daher musste der BDI in Abstimmung mit der Regierung in einem zweiten Anlauf ein Angebot für ein integriertes Kommunikationskonzept auswählen. Bundespräsident Horst Köhler hat sich inzwischen bereit erklärt, die Schirmherrschaft zu übernehmen. Nach den bisherigen Plänen soll die Kampagne in der zweiten Hälfte dieses Jahres starten. Zur Auswahl standen Konzepte von vier Werbeagenturen. Neben Scholz & Friends hatten sich auch „Goldener Hirsch“, Lowe sowie Fischer-Appelt beworben.

Scholz & Friends gehört in Deutschland zu den bekanntesten Werbeagenturen. Das für 250 Kunden in Europa tätige Unternehmen ist nach eigenen Angaben das einzige aus Deutschland stammende Netzwerk. Bekannt wurde die Agentur unter anderem mit Kampagnen für die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ („Dahinter steckt immer ein kluger Kopf“) oder das Land Baden-Württemberg („Wir können alles. Außer Hochdeutsch“). Die börsennotierte Agentur beschäftigt 830 Mitarbeiter in 19 Ländern. Das Management hält 30 Prozent der Anteile selbst.

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