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21.11.2012

22:22 Uhr

11. September

Immobilientycoon verliert Klage gegen United Airlines

Bei den Anschlägen vom 11. September 2001 ist auch ein Nachbargebäude der Zwillingstürme des World Trade Center zusammengebrochen. Dessen Pächter verklagte United Airlines mit eigenwilliger Begründung - und verlor.

Das neue 7 World Trade Center in New York. Reuters

Das neue 7 World Trade Center in New York.

New YorkDie US-Fluggesellschaft United Airlines ist eine Klage im Zusammenhang mit den Terroranschlägen vom 11. September 2001 los. Ein New Yorker Richter wies am Mittwoch die Vorwürfe des Immobilientycoons Larry Silverstein zurück, United trage wegen zu laxer Sicherheitskontrollen eine Mitschuld daran, dass das Hochhaus 7 World Trade Center eingestürzt sei. Das Gebäude wurde von Trümmern der Zwillingstürme getroffen.

Nach Ansicht des Richters kann die Fluglinie nicht für den Zusammenbruch des Gebäudes verantwortlich gemacht werden, weil weder zu den Flugzeugentführern noch zum Flug der Konkurrenzlinie American Airlines eine Verbindung bestehe - abgesehen von einem winzigen Berührungspunkt: Gemeinsam mit anderen Fluglinien unterhielt United Airlines einen Sicherheitskontrollpunkt am Flughafen Portland in Maine. Über diesen Flughafen waren die Flugzeugentführer angereist und nach Boston geflogen, wo sie auf den American Airlines Flug 11 gewechselt, den sie ins World Trade Center steuerten.

Der Nachrichtenagentur AP zufolge befand der Richter, es gehöre "nicht zum Vorsorgebereich von United, dass Terroristen der Sicherheitskontrolle in Maine durch die Lappen gehen", dann nach Boston fliegen, dort eine weitere Sicherheitskontrolle passieren und das Flugzeug einer anderen Linie betreten, dieses entführen und in einen Wolkenkratzer fliegen, der dann ein weiteres Gebäude zum Einsturz bringt.

Die Klageabweisung ist für United Airlines ein Etappensieg, denn andere von Silverstein angestoßene Verfahren laufen weiter. Bud Perrone, ein Sprecher von Silverstein Properties, sagte, die Kläger seien von dem Urteil enttäuscht, aber zuversichtlich hinsichtlich eines weiteren Verfahrens gegen United Airlines. Darin geht es um Sicherheitslücken, die Terroristen ermöglicht hätten, den United-Flug 175 zu entführen.

Silverstein war Pächter des von Terroristen zerstörten Komplexes an der Südspitze Manhattans. Er prozessiert seit Jahren gegen mehrere Fluggesellschaften sowie gegen den Flugzeughersteller Boeing, um Schadenersatz zu erhalten - obwohl er schon von Versicherungen knapp 4,1 Milliarden Dollar kassiert hat.

An der Stelle des zerstörten Gebäudes steht heute das 52 Stockwerke hohe neue 7 World Trade Center. Es ist mit seinen 228 Metern um 53 Meter höher als sein Vorgänger und gehört ebenfalls Silverstein Properties.

Kommentare (2)

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22.11.2012, 06:51 Uhr

Silverstein kriegt den Hals nicht voll. Dabei hat er zugegeben Nr. 7 "musste gesprengt werden". Hinterher hat er alles widerrufen. 911 ist selbstgemacht, die Beweise liegen alle auf dem Tisch. Nur wird derzeit jede Untersuchung abgeblockt.

Eigenkapital

22.11.2012, 07:09 Uhr

Wie kann den ein Gebäude wegen Flugzeigteilen "zusammenbrechen" ???

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