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05.02.2014

11:53 Uhr

20 Prozent mehr Überschuss

Gewinnsprung stimmt Swatch optimistisch

Der Uhrenkonzern Swatch hat im vergangenen Jahr seinen Gewinn um 20 Prozent gesteigert. Das Unternehmen ist optimistisch: Auch 2014 erwartet es ein gesundes Wachstum.

Swatch-Uhr: Verkauf habe sich sehr gut entwickelt. Reuters

Swatch-Uhr: Verkauf habe sich sehr gut entwickelt.

ZürichNach einem Rekordgewinn im vergangenen Jahr sieht sich der Schweizer Uhrenkonzern Swatch weiter auf Wachstumskurs. Das Jahr 2014 habe einen "vielversprechenden Start bei allen Marken" gebracht, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit. Der größte Uhrenhersteller der Welt steigerte 2013 seinen Gewinn um 20 Prozent auf 1,928 Milliarden Franken (1,58 Milliarden Euro), die Dividende soll um elf Prozent auf 7,50 Franken angehoben werden.

Der Betriebsgewinn kletterte um 17 Prozent auf 2,31 Milliarden Franken, die Betriebsgewinn-Marge verbesserte sich auf 27,4 Prozent. Kurz vor Weihnachten hatten die Schweizer vom US-Schmuckherstellers Tiffany Schadenersatz von rund 400 Millionen Franken für ein geplatztes gemeinsames Projekt bekommen. Davon schlug sich zwar nur ein Teil im Gewinn nieder, Aber ohne diese Zahlung wäre die Marge leicht gesunken. Analysten hatten mit einem Reingewinn von 1,66 Milliarden Franken gerechnet.

Der Konzern, der Anfang 2013 für 750 Millionen Dollar plus Schulden die amerikanische Nobelschmuckmarke Harry Winston übernommen hatte, verfügt weiterhin über volle Kassen. Die liquiden Mittel und Wertpapieranlagen stiegen allein im Januar um 600 Millionen auf mehr als 1,8 Milliarden Franken.

Die höhere Dividende und die guten Aussichten kamen an der Börse gut an. Die Swatch-Aktien, die seit Jahresbeginn zehn Prozent verloren hatten, stiegen um rund vier Prozent und waren damit größter Gewinner im Schweizer Leitindex. Vontobel-Analyst Rene Weber schätzt, dass Swatch dieses Jahr ein Wachstum von zehn Prozent schaffen kann.

Das Gewinnwachstum fiel im vorigen Jahr allerdings nicht mehr ganz so stark aus wie 2012. Damals hatte der Konzern unter dem Strich sogar 26 Prozent mehr verdient. 2013 hatte das China-Geschäft vieler Luxusuhrenhersteller an Fahrt verloren. Teure Uhren liefen wegen einer Anti-Korruptionskampagne der dortigen Regierung nicht mehr so gut. Der Swatch-Konzern, dessen 20 Marken starkes Sortiment von teuren Omega-Uhren bis zu günstigen Swatch-Produkten reicht, war davon aber weniger betroffen als andere. Der Konzern hat mit Tissot auch Uhren im Mittelpreis-Bereich im Programm. Beim Swatch-Rivalen Richemont mit den Nobelmarken IWC und Jaeger-LeCoultre gingen die Verkäufe in China im Weihnachtsquartal zurück.

Den Umsatz steigerte der Konzern 2013 nach früheren Angaben um 8,3 Prozent auf 8,82 Milliarden Franken.

Von

rtr

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