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28.07.2017

02:48 Uhr

3300 Jobs betroffen

Starbucks stampft Teavana-Filialen ein

Der Tee-Verkauf bringt Starbucks nicht genug Einnahmen - nun stellt das Unternehmen aus Seattle seine Teavana-Kette ein. Die über 3000 Mitarbeiter sollen in anderen Läden unterkommen.

Starbucks kommt mit seiner Teavana-Kette nicht so gut bei den Kunden an wie erhofft. Reuters

USA

Starbucks kommt mit seiner Teavana-Kette nicht so gut bei den Kunden an wie erhofft.

SeattleDie Kaffeerestaurant-Kette Starbucks schließt ihre unter dem Namen Teavana betriebenen Tee-Geschäfte. Alle 379 Filialen sollen im kommenden Jahr dichtgemacht werden, der Großteil bereits im Frühjahr 2018. Das teilte das Unternehmen nach US-Börsenschluss mit. Den etwa 3300 betroffenen Mitarbeitern will Starbucks neue Jobs in anderen Läden anbieten.

Der Konzern hat sich vorgenommen, in den nächsten fünf Jahren weltweit 240 000 neue Stellen zu schaffen. Starbucks begründete die Teavana-Entscheidung mit schlechten Verkaufszahlen. Die 2012 für 620 Millionen Dollar gekaufte Marke soll jedoch erhalten und weiter in Starbucks-Filialen angeboten werden.

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Quelle: dpa

Kaffeesteuer

2,19 Euro pro Kilogramm beträgt die Kaffeesteuer in Deutschland. Sie wird seit 1948 erhoben.

Umsatz der Kaffeebranche

5,8 Milliarden Euro betrug der Umsatz der deutschen Kaffeebranche 2014.

Ein Kilogramm Röstkaffee

9,28 Euro kostet ein Kilogramm Röstkaffee im Durchschnitt inklusive Kaffeesteuer in Deutschland. Zum Vergleich: In den USA sind es 7,55 und in Italien 14,64 Euro - ohne Kaffeesteuer.

Kaffee-Import

18,8 Millionen Sack Rohkaffee wurden 2014 nach Deutschland importiert - das entspricht mehr als einer Million Tonnen. Ein Drittel kam aus Brasilien.

Kaffeegenuss

26 Prozent des Kaffees trinken die Deutschen außer Haus - ein Drittel davon in Bäckereien und Stehcafés.

Absatz von Kaffee

Um 40 Prozent wuchs der Absatz von Kaffee in Einzelportionen - Kapseln und Pads etwa - von 2013 auf 2014.

Kaffeemaschine

84,6 Prozent der deutschen Haushalte haben eine Kaffeemaschine - die meisten eine klassische Filtermaschine.

Kaffeekonsum

162 Liter Kaffee trinkt jeder Deutsche durchschnittlich im Jahr. Zum Vergleich: Es sind nur 107 Liter Bier.

Zeitgleich gab der US-Konzern bekannt, dass der Gewinn im zweiten Quartal verglichen mit dem Vorjahreswert um acht Prozent auf 692 Millionen Dollar (592 Mio Euro) geschrumpft sei. Die Erlöse legten zwar in gleicher Größenordnung auf 5,7 Milliarden Dollar zu, in der Vergangenheit war das Umsatzwachstum aber häufig stärker ausgefallen.

Bei Anlegern kamen die Neuigkeiten nicht gut an, die Aktie fiel nachbörslich um mehr als drei Prozent. Zuvor hatte der Konzern angekündigt, die restlichen 50 Prozent seines Geschäfts in China für 1,3 Milliarden Dollar von Joint-Venture-Partnern zu übernehmen. Es handele sich um den bislang größten Zukauf der Starbucks-Geschichte.

Von

dpa

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