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31.03.2011

10:27 Uhr

47-Stunden-Streik

GDL legt Bahnkonkurrenten lahm

Nichts geht mehr bei Abellio, Arriva und Co. Der 47-Stunden-Streik der Lokführergewerkschaft GDL hat begonnen.

Mitglieder der Lokführergewerkschaft GDL beim Streiken. Quelle: dpa

Mitglieder der Lokführergewerkschaft GDL beim Streiken.

Frankfurt

Nach Beginn des 47-Stunden-Streiks bei den großen Konkurrenten der Deutschen Bahn hat die Lokführergewerkschaft GDL gedroht, den Arbeitskampf fortzusetzen. Sollten die Arbeitgeber nicht mit Angeboten auf den Streik reagieren, "werden wir weitere Arbeitskämpfe durchführen", sagte der GDL-Vorsitzende Claus Weselsky am Donnerstag in Halberstadt (Sachsen-Anhalt).

"Die Gesprächsbereitschaft, die zurzeit signalisiert wird, ist etwas schlitzohrig. Man bietet uns immer Verhandlungen über Haustarife an. Wir sagen aber klar, wir wollen in diesem Haustarif den Rahmentarif verankern", sagte er.

Der Streik bei 21 regionalen Bahnanbietern hatte in der Nacht begonnen. Verhandlungen über einen Rahmentarifvertrag, der eine einheitliche Bezahlung für die 26.000 Lokführer in Deutschland bringen soll, sei Voraussetzung für ein Ende der Aktionen. "Diese Vorbedingung wird von den Arbeitgebern noch nicht erfüllt. Deshalb streiken unsere Kollegen weiter", sagte Weselsky.

Er betonte, die Keolis Deutschland GmbH habe am Mittwochabend "bedingungslos" Verhandlungen angeboten. "Sie haben gesagt, dass sie bereit sind, den Haustarif- mit dem Rahmentarifvertrag zu verknüpfen.

Hier gehe ich davon aus, dass wir uns einigen werden." Deshalb werde das Unternehmen entgegen der ursprünglichen Planung nicht bestreikt.

In Halberstadt informierte sich der GDL-Chef über den Streik beim Harz-Elbe-Express (HEX), den die Veolia Verkehr Sachsen-Anhalt GmbH betreibt. Rund 60 bis 70 Prozent der Züge, die hauptsächlich aus Magdeburg und Halle in Richtung Harz und im Harzvorland unterwegs sind, seien trotz des Streiks gefahren, sagte HEX-Geschäftsführer Andreas Putzer. Ein Streiktag koste das Unternehmen rund 50.000 Euro, die vor allem für die Bereitstellung von Bussen anfielen. Das Unternehmen setze Leiharbeiter und Mitarbeiter aus der Verwaltung als Ersatz für streikende Lokführer ein.

Von

dpa

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