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05.09.2014

17:57 Uhr

909 Millionen Euro eingenommen

Portugal schließt Post-Privatisierung ab

Die Privatisierung der portugiesischen Post ist abgeschlossen: Der Verkauf der Aktien spülte insgesamt 909 Millionen Euro in die Kassen des schuldengeplagten Landes. Mit dem Geld will Portugal seine Finanzen sanieren.

Proteste gegen die Post-Privatisierung in Lissabon. Reuters

Proteste gegen die Post-Privatisierung in Lissabon.

Lissabon Das schuldengeplagte Portugal hat die Privatisierung der Postgesellschaft CTT mit dem Verkauf eines Restanteils von 31,5 Prozent komplett abgeschlossen. Der Verkauf von gut 47,25 Millionen Aktien an institutionelle Investoren habe 343 Millionen Euro in die Staatskassen gespült, teilte die Staatsholding Parpública am Freitag in Lissabon mit.

Die Veräußerung eines ersten Pakets von 68,5 Prozent der CTT-Aktien war im Dezember sowohl über die Börse als auch per Direktverkauf an institutionelle Investoren erfolgt. Die Privatisierung der vor 1520 von König Manuel I. gegründeten Staatspost brachte laut Parpública insgesamt Einnahmen von 909,2 Millionen Euro.

Mit Hilfe der Privatisierungen will Portugal seine Finanzen sanieren und die Auflagen der EU und des Internationalen Währungsfonds (IWF) erfüllen, die das Land 2011 mit einem 78 Milliarden schweren Hilfspaket vor der Pleite bewahrten. Bisher trennte man sich unter anderem auch von der Versicherungssparte der Bank Caixa Geral de Depósitos (CGD) sowie von Anteilen am Stromriesen EDP, am Energieversorger REN sowie an der Flughafen-Verwaltungsbehörde ANA.

Dank der Privatisierungen flossen bereits knapp 8,5 Milliarden Euro in die Staatskassen. Zur Privatisierung stehen unter anderem auch noch die Airline TAP, Teile der Wasserbetriebe Aguas de Portugal sowie Schiffswerften im Norden des Landes an.

Von

dpa

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