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22.12.2014

12:48 Uhr

A350 an Qatar Airways ausgeliefert

Die neue Airbus-Hoffnung fliegt – endlich

VonLisa Hegemann

Mit gut einer Woche Verzögerung ist die A350 erstmals ausgeliefert worden. Für Airbus wird das neue Modell zukunftsweisend sein – und zeigen, ob der europäische Mischkonzern mit Konkurrent Boeing mithalten kann.

Neues Prestige-Objekt A350

„Es ist ein historischer Tag für Airbus!“

Neues Prestige-Objekt A350: „Es ist ein historischer Tag für Airbus!“

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DüsseldorfVerspätet war die A350 schon vor ihrem Bau: Mit gut einem Jahr Verzögerung begann einst die Produktion des neuen Airbus-Modells. Dass das Flugzeug nun auch ein paar Tage später als geplant ausgeliefert wurde, fiel da kaum noch ins Gewicht. Am Montag war es soweit: In Toulouse übergab Airbus die ersten Maschinen an die arabische Fluggesellschaft Qatar Airways.

Für Airbus ist das neue Modell der große Hoffnungsträger. Nach Absatzproblemen mit dem Superjumbo A380 soll die A350 endlich wieder ein Verkaufsschlager werden. Doch nicht jeder Kunde zeigt sich von dem spritsparenden Flieger überzeugt.

Fakten zur A350

Die Antwort an Konkurrent Boeing

Die A350 ist der neue zweistrahlige Langstreckenflieger des Flugzeugbauers Airbus. Das als Antwort auf den „Dreamliner“ 787 von US-Konkurrent Boeing entwickelte Flugzeug wird in verschiedenen Versionen angeboten. Der Hightech-Flieger A350 XWB (für Extra Wide Body) soll 25 Prozent weniger Sprit verbrauchen als herkömmliche Langstreckenjets

Bestellungen

Bestellungen für 778 A350-Flugzeuge (alle Varianten) liegen bereits vor. Der erste Auslieferungstermin an Qatar Airways war im Dezember 2014 verschoben worden.

Technische Daten

Für die größte Variante A350-1000 nennt Airbus folgende Daten: Reichweite: 14.800 Kilometer, Sitzplätze: 369 in typischer Dreiklassenbestuhlung, Listenpreis: 340,7 Millionen Dollar, Länge: 73,78 Meter, Höhe: 17,08 Meter, Spannweite: 64,75 Meter, Tankgröße: 156.000 Liter

Produktionsstandorte

Die Jets werden in Toulouse zusammengebaut. Wesentlich Teile entstehen in deutschen Werken, etwa im Airbus-Werk Hamburg, in Stade und Bremen.

Am Montag geben sich die Verantwortlichen zuversichtlich. Airbus-Präsident Fabrice Brégier sagt, die Auslieferung sei ein „signifikanter Schritt“ in der Geschichte des Flugzeugbauers. Es sei perfekt, dass das neue Modell an eine weltweit führende Airline ausgeliefert werde.

Qatar-Chef Scheich Akbar Al Baker sprach von einem „sehr stolzen Moment“, die A350 als erster globaler Kunde entgegennehmen zu dürfen. In seinen folgenden Worten klang allerdings auch ein Hauch an Kritik mit, als er sagte, man habe den Tag „lange“ erwartet. Auch der Geschäftsführer von Rolls-Royce, dem Unternehmen, das die Triebwerke herstellte, bezeichnete den Termin „als sehr wichtigen Tag“ für jeden Mitarbeiter in seinem Konzern. Es sei der Höhepunkt von Jahren harter Arbeit.

Die Entwicklung des neuen Airbus-Modells kostete rund 15 Milliarden Dollar. Der Listenpreis für eine A350-900 XWB (Abkürzung für Extra Wide Body) liegt bei 295,2 Millionen Dollar (etwa 241 Millionen Euro). In dem Modell finden bis zu 315 Passagiere Platz, der Flieger kann eine Distanz von 14.500 Kilometer zurücklegen. Das ist etwa ein Drittel des Erdumfangs.

Die A350 soll es mit dem „Dreamliner“ 787 von Boeing aufnehmen. Genau wie das Konkurrenzmodell verspricht auch die A350 weniger Spritverbrauch. Das Modell soll rund ein Viertel weniger Energie benötigen als herkömmliche Langstreckenflieger, sagt Airbus.

Kommentare (1)

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Herr Ronny Michael

22.12.2014, 16:39 Uhr

Ein Kompliment für Airbus!!,
Die einjährige Verspätung kann,an schmunzelnd als pünktliche Verspätung bezeichnen, denn auch beimdieser Maschiene wurde technisches Neuland betreten.
Es ist zu vermuten, dass sich Regressansprüchen von Kunden in Grenzen halten dürften.
Der A 350 dürfte für ein Flugzeug dieser Größe bisherige Verkaufsrekorde brechen, der A 320 spielt nun mal in einer anderen Klasse.
Boeings Dreamliner (787) ist 2-3 Jahre früher gestartet und Airbus hat es mit rund 780 Fliegern trotzdem geschaft, auf Sichtweite heranzukommen, bisher wurden rund 1033 Dreamliner bestellt.
Der zukünfte Wettbewerb dürfte spannend werden vor allem auch, welches Flugzeug das zuverlässigere sein wird.

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