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03.06.2015

12:40 Uhr

A400M-Absturz

Hinweise auf Softwareprobleme verdichten sich

Die Ursache für den Absturz des Militärtransporters Airbus A400M scheint gefunden. Drei der vier Triebwerke seien eingefroren, teilte Airbus mit. Die Untersuchungen der spanischen Behörden dauern allerdings noch an.

Die Absturzursache ist laut Airbus gefunden. ap

Airbus-Absturz

Die Absturzursache ist laut Airbus gefunden.

MünchenSoftwareprobleme bei drei von vier Triebwerken haben nach bisherigen Erkenntnissen den Absturz eines Militärtransporters Airbus A400M vor gut drei Wochen verursacht. Die Auswertung der Daten- und Stimmenrekorder aus dem Wrack habe ergeben, „dass nach dem Start die Triebwerke 1, 2 und 3 „eingefroren“ sind“, schreibt Airbus in einer Mitteilung vom Mittwoch.

Auf Versuche der Besatzung, die Einstellungen für den Antrieb wieder in den Normalzustand zu versetzen, hätten die Triebwerke nicht reagiert. Medienberichten zufolge dürften Fehler bei Tests an den Triebwerken und der Steuerungssoftware am Boden in Sevilla vor dem Flug das Unglück verursacht haben. Airbus äußerte sich dazu nicht.

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Airbus sieht einen Programmierfehler als Ursache des A400M-Absturzes in Sevilla. Der Flugzeugbauer hofft, dass sich das Problem nur auf die Unglücksmaschine beschränkt. Die offizielle Untersuchung steht noch aus.

Stimmen die Berichte, wäre der Absturz des Fliegers ein Einzelfall und kein grundsätzliches Problem bei dem milliardenteuren Sorgenkind des Flugzeugbauers. Die Untersuchungen der spanischen Behörden dauern allerdings noch an. Wann ein Ergebnis vorliegt, ist noch offen. Bei dem Absturz in der Nähe des Flughafens von Sevilla waren am 9. Mai vier Besatzungsmitglieder getötet und zwei schwer verletzt worden.

Von

dpa

Kommentare (2)

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Frau Annette Bollmohr

03.06.2015, 13:04 Uhr

Wie? Die haben eine solch elementare Software, von deren einwandfreiem Funktionieren Leben abhängen aufgespielt, ohne dies mindenstens 100x nachzuprüfen (und außerdem nochmal von unbeteiligter Seite kontrollieren zu lassen), ob sie wirklich einwandfrei funktioniert??!



Mit "die" sind natürlich die Ausführenden gemeint.

Die in den seltensten Fällen mit den "Verantwortlichen" identisch sind - und in der Hierarchie (und auf der Gehaltsliste) entsprechend um einiges weiter unten angesiedelt sind.



Wie auch immer:

Dafür, dass so etwas überhaupt möglich ist, sind "offiziell", was, wie die meisten von uns vermutlich zumindest ahnen, wenig bis gar nichts mit "tatsächlich" bzw. "in Wirklichkeit" zu tun hat) allemal die besagte "Verantwortlichen" verantwortlich.



Bleibt natürlich trotzdem zu hoffen, dass die meisten AN trotzdem nicht bereit sind, das Risiko einzugehen, für die Schädigung anderer - bis hin zum Verlust deren Lebens - verantwortlich zu sein.



Darauf zu setzen, wäre aber mehr als nur zynisch. Bei Lichte betrachtet wäre es kriminell (Stichwort: "in Kauf nehmen").

Herr Wolfgang Trantow

03.06.2015, 19:13 Uhr

Wie kann dies bei unseren extremhoch bezahlten Manager und Experten passieren? Warum müssen diese Personen nicht für die Folgen aufkommen?

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