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04.11.2015

14:04 Uhr

AB Inbev und SAB Miller

Fusion der Bier-Giganten verzögert sich

Mit der Fusion von AB Inbev und SAB Miller soll ein neuer Brauerei-Riese entstehen. Zuletzt gab es einige Annäherungen zwischen den beiden Parteien. Der Mega-Deal lässt dennoch weiter auf sich warten.

Zu Anheuser-Busch gehören etwa Budweiser, Corona, Stella und Beck's, zu SAB Miller Bulmers und Peroni. AFP

Anheuser-Busch und SAB Miller

Zu Anheuser-Busch gehören etwa Budweiser, Corona, Stella und Beck's, zu SAB Miller Bulmers und Peroni.

BrüsselTrotz jüngster Annäherung ziehen sich die Pläne für die Mega-Fusion in der Bierbranche in die Länge. Der Weltmarktführer Anheuser-Busch Inbev erhielt eine weitere Fristverlängerung von einer Woche, um ein verbindliches Angebot für eine mehr als 100 Milliarden Dollar schwere Übernahme des Branchenzweiten SAB Miller vorzulegen. Die britischen Behörden gaben dem „Beck's“- und „Budweiser“-Brauer mit Sitz in Belgien nun bis zum 11. November dafür Zeit, wie beide Unternehmen am Mittwoch mitteilten. Es gebe zwar Fortschritte in den Gesprächen, AB Inbev sei auch in Finanzierungsfragen vorangekommen. Es seien aber noch Details zu klären.

Die Aktie von AB-Inbev legte daraufhin rund ein Prozent zu, das SAB-Miller-Papier notiert kaum verändert. Erst vorige Woche war die Frist verlängert worden. Mitte Oktober hatte SAB Miller den wochenlangen Avancen des Rivalen nachgegeben und sich grundsätzlich zu einer Fusion bereiterklärt. Zuvor hatte AB Inbev wiederholt den Geldhahn aufgedreht und sein Angebot für den britisch-amerikanischen Hersteller von Bieren wie „Pilsner Urquell“, „Peroni“ und „Grolsch“ aufgestockt. Der Konzern lockt mit einem Mischangebot aus Bargeld und Aktien sowie Sonderanreizen für die beiden Großaktionäre von SAB Miller, den Zigarettenkonzern und „Marlboro“-Hersteller Altria sowie die kolumbische Unternehmerfamilie Santo Domingo.

Kommt die Übernahme zustande, käme weltweit jedes dritte Bier aus einer Brauerei des neuen Konzerns. Um grünes Licht von den Wettbewerbshütern zu bekommen, müssten daher wohl Geschäftsbereiche verkauft werden. Zudem wäre es die größte Fusion in der Brauereibranche und die viertgrößte überhaupt. Spitzenreiter ist immer noch der Kauf von Mannesmann durch den britischen Mobilfunker Vodafone im Jahr 1999, der einschließlich Schulden 203 Milliarden Dollar schwer war.

Von

rtr

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