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23.02.2014

17:16 Uhr

„Absolut unverhältnismäßig“

Verdi bedauert Streik-Ausmaß am Frankfurter Flughafen

Tausende Passagiere waren durch einen Warnstreik am Frankfurter Flughafen gestrandet. Beide Seiten schieben sich nun die Schuld an der Eskalation zu. Viele Passagiere lassen indes Dampf bei der Gewerkschaft Verdi ab.

Wegen des Warnstreiks der Sicherheitsleute mussten Reisende an Deutschlands größtem Luftdrehkreuz mit Flugausfällen und langen Wartezeiten rechnen. dpa

Wegen des Warnstreiks der Sicherheitsleute mussten Reisende an Deutschlands größtem Luftdrehkreuz mit Flugausfällen und langen Wartezeiten rechnen.

FrankfurtNach dem Warnstreik des privaten Sicherheitspersonals am Frankfurter Flughafen müssen Reisende bis zur nächsten Verhandlungsrunde am 5. März keine weiteren Ausstände befürchten. Das betonte Verdi-Sprecherin Ute Fritzel am Sonntag. Durch den Ausstand von rund 800 Mitarbeitern des Sicherheitspersonals waren am Freitag rund 100 der insgesamt 1300 Flüge gestrichen worden. Etwa 37.000 von knapp 150.000 Passagieren konnten nicht fliegen. Das sei „absolut unverhältnismäßig“, sagte ein Fraport-Sprecher. Am Sonntag hatte sich die Lage am Flughafen nach seinen Angaben wieder vollständig entspannt.

Zuvor hatten die Lufthansa und der Bundesverband der Sicherheitswirtschaft (BDSW) den Streik als „völlig überzogen“ und „vollkommen inakzeptabel“ kritisiert. Verdi-Sprecherin Fritzel bedauerte am Sonntag, dass „so viele Menschen“ Unannehmlichkeiten gehabt hätten. „Mit diesem Ausmaß und dieser großen Beteiligung haben wir nicht gerechnet“, sagte sie. Bei Verdi in Frankfurt seien am Wochenende sehr viele verzweifelte und wütende E-Mails und Anrufe von Reisenden eingegangen.

Rechte von Reisenden

Welche Vorschrift die Entschädigung von Fluggästen regelt

Die EU-Verordnung 261/2004 regelt, was Passagiere bei Verspätungen und bei Nichtbeförderung aufgrund von Überbuchungen oder Flugausfällen erwarten können. Die Rückerstattung von Steuern und Gebühren ist allerdings kein Regelungstatbestand der Verordnung. Mögliche Ansprüche auf deren Erstattung können gegenüber der Airline nach dem Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) geltend gemacht wenden (Stichwort: Vertragsrecht, Anspruch wegen Nichterfüllung auf dem ordentlichen Rechtsweg). Sofern die Allgemeinen Geschäftsbedingungen nichts anderes regeln, gelten auch die Verjährungsfristen für zivilrechtliche Ansprüche gemäß BGB.

Für welche Flüge die Entschädigungsvorschriften gelten

Die Verordnung gilt für alle Flüge, die von einem EU-Flughafen starten, also Linien- genauso wie Charterflüge. Ferner gilt sie für alle Flüge, die von einer EU-Fluggesellschaft vorgenommen werden und ihr Flugziel in der EU haben.

Wann Reisende Ansprüche bei Verspätungen haben

Anspruch auf Leistungen durch die Fluggesellschaft bestehen bei zwei Stunden Verzögerung oder mehr bei Flügen bis 1.500 Kilometer, drei Stunden Verzögerung oder mehr bei Flügen zwischen 1.500 und 3.500 Kilometern sowie vier Stunden Verzögerung oder mehr bei Flügen von mehr als 3.500 Kilometern.

Welche Ansprüche bei Verspätung bestehen

Wenn sich der Abflug einer Maschine stark verzögert, muss die Fluggesellschaft den Fluggästen unentgeltliche Mahlzeiten und Getränke anbieten. Auch zwei kostenlose Telefongespräche, Telexe, Telefaxe oder E-Mails muss sie kostenlos ermöglichen. Ist der Abflug erst am nächsten Tag möglich, müssen die Unterbringung in einem Hotel und die Fahrt dorthin ebenfalls kostenlos angeboten werden.

Ab einer Verspätung von fünf Stunden, kann der Passagier die vollständige Erstattung des Flugpreises und gegebenenfalls einen kostenlosen Rückflug zum Abflugort verlangen. Allerdings müssen Reisende, die entsprechende Ansprüche geltend machen, auch pünktlich eingecheckt haben. Bei Schäden, die Ihnen durch eine Verspätung entstehen, haben Sie darüber hinaus Anspruch auf Schadensersatz.

Wenn der Flug überbucht ist...

Wenn Sie am Boden bleiben müssen, weil der Flieger überbucht ist, steht Ihnen eine Entschädigung zu. Zunächst muss die Fluggesellschaft nach Freiwilligen suchen, die bereit sind, gegen vereinbarte Gegenleistungen von der Buchung zurückzutreten. Dies kann durchaus attraktiv sein, denn Feilschen ist erlaubt.

Auf jeden Fall haben Sie aber ein Anrecht auf Rückerstattung des Ticketpreises und gegebenenfalls einen kostenlosen Rückflug. Oder die Airline bezahlt Ihnen eine anderweitige Beförderung zum Zielort.

Wer unfreiwillig ausgecheckt wird, kann sich zudem über einen hohen finanziellen Ausgleich freuen. Die Summen für die Entschädigung bei Überbuchung betragen EU-weit 250 Euro bei Flügen bis 1.500 Kilometer, 400 Euro bei Flügen zwischen 1.500 und 3.500 Kilometern und 600 Euro bei Flügen von mehr als 3.500 Kilometern. So genannte Unterstützungsleistungen wie Mahlzeiten, Getränke und notfalls Hotelunterkunft kommen im Bedarfsfall noch hinzu. Oft werden Gutscheine von den Airlines angeboten, die aber nicht angenommen werden müssen. Generell müssen Sie nur Bargeld, Scheck oder Überweisung akzeptieren - zu zahlen innerhalb von sieben Tagen.

Wenn der Flug annulliert wird...

Wer am Flughafen erfährt, dass seine Verbindung gestrichen ist, hat die Wahl, den Ticketpreis erstattet zu bekommen (notfalls inklusive einem kostenlosen Rückflug zum Abflugort) oder sich mit einem Ersatzbeförderung zum Ziel bringen zu lassen. Die Fluggesellschaft muss dann eine alternative Beförderung unter gleichen Reisebedingungen und zum frühestmöglichen Zeitpunkt ermöglichen. Die Fluggesellschaft muss außerdem Entschädigung zahlen, und zwar 250 Euro bei Flügen bis 1.500 Kilometer, 400 Euro bei Flügen zwischen 1.500 und 3.500 Kilometern und 600 Euro bei Flügen von mehr als 3.500 Kilometern - es sei denn, der Fluggast wurde zwei Wochen vor dem geplanten Abflugtermin über den Ausfall informiert und es wurde ihm eine anderweitige Beförderung nur wenige Stunden abweichend von der ursprünglichen Abflugzeit angeboten. Auch in Fällen, in denen die Airline nichts für die Annullierung (etwa Unwetter oder Streik) kann, wird keine Entschädigung fällig.

Wenn die Airlines Entschädigungen verweigern...

Häufig versuchen Fluggesellschaften, Passagiere mit Entschädigungsforderungen abzuwimmeln und verweisen oft auf die außergewöhnlichen Umstände.

Denn die Pflicht zur Zahlung von Ausgleichsleistungen entfällt, wenn die Airline den Flugausfall nicht zu vertreten hat, also bei widrigen Wetterbedingungen, unerwarteten Flugsicherheitsmängeln und Streiks. Doch darf ein Streik nur als „höhere Gewalt“ ausgelegt werden, wenn nicht unternehmensangehörige Personen, zum Beispiel Fluglotsen, ihre Arbeit niederlegen oder es sich um einen Generalstreik handelt.

In diesem Fall können Geschädigte sich bei den jeweiligen nationalen Aufsichtsorganen der EU-Staaten beschweren. In Deutschland ist das Luftfahrtbundesamt (LBA) dafür zuständig. Es kann zwischen Passagieren und Fluggesellschaft vermitteln, jedoch keine Ansprüche durchsetzen. Im Zweifelsfall müssen Verbraucher klagen.

Wichtig für Reisende: Nicht sie, sondern die Fluggesellschaften sind im Streitfall verpflichtet, die Ursache für einen verspäteten oder ausgefallenen Flug zu beweisen, weil etwa ein Pilot erkrankt ist oder ein technischer Defekt vorliegt. Dabei hilft es aber, wenn der Fluggast eigene „Beweise“ vorlegen kann, etwa den Namen des Mitarbeiters, der den Grund für die Flugverspätung oder -anullierung nennt oder eine schriftlich Bestätigung – in der Praxis beibt dies aber wohl für die genervten Reisenden ein frommer Wunsch.

Wenn es sich um eine Pauschalreise handelt...

Nur bei Pauschalreisen können Reisende zusätzlich zu den Rechten aus der EU-Verordnung Schadensersatzforderungen an den Reiseveranstalter richten. Und zwar für alle in der Pauschalreise enthaltenen Flüge.

Wenn auf der Flugreise das Gepäck weg kommt...

Die Fluggastverordnung der EU enthält aber keine Regelungen für das Reisegepäck. Maßgebend ist hier das Montrealer Abkommen. Aus ihm ergibt sich ein Anspruch auf Entschädigungszahlungen, die in einer fiktiven Währung berechnet wird, den sogenannten Sonderziehungsrechten (SZR). Ein SZR hat derzeit etwa den Wert von 1,10 Euro. Bis zu 1.131 SZR kann man als Entschädigung erhalten, wenn ein Koffer verschwindet. Grundsätzlich wird aber nur der tatsächliche Schaden erstattet, also die Kosten für gleichwertigen Ersatz.

Wenn auf der Flugreise das Gepäck beschädigt wird...

Wird Gepäck beschädigt, sollten Betroffene den Schaden am besten sofort (z.B. am „Lost&Found“-Schalter), spätestens aber innerhalb von sieben Tagen bei der Fluggesellschaft anzeigen. Bei Schäden am Gepäck oder Gepäckverlust wird aber grundsätzlich nur der tatsächliche Schaden erstattet, also die Kosten für gleichwertigen Ersatz. Maßgebend ist hier das Montrealer Abkommen. Aus ihm ergibt sich ein Anspruch auf Entschädigungszahlungen, die in einer fiktiven Währung berechnet wird, den sogenannten Sonderziehungsrechten (SZR). Ein SZR hat derzeit etwa den Wert von 1,10 Euro. Die Haftungshöchstgrenze für die Zerstörung oder Beschädigung von Reisegepäck beträgt 1.131 SZR je Reisendem.

Wann Bahn-Reisende Entschädigung erhalten

Für die Entschädigung bei Zugverspätungen haben die Bahnunternehmen in Deutschland ein zentrales Servicezentrum eingerichtet. Es nahm am 29. Juli 2009 in Frankfurt seine Arbeit auf, von diesem Tag an galt das neue Entschädigungsrecht. Bei mindestens 60 Minuten Verspätung erhalten Bahnfahrgäste 25 Prozent des Fahrpreises erstattet. Bei zweistündigen Verspätung sind es 50 Prozent. Maßgeblich ist die Ankunftszeit am Zielort. Wird im schlimmsten Fall eine Übernachtung nötig, muss die Bahngesellschaft die Kosten für ein Hotelzimmer tragen. Zeichnet sich eine Verspätung von mehr als 60 Minuten ab, kann der Reisende auch auf die Fahrt verzichten und den kompletten Fahrpreis zurückverlangen. Ebenso kann er die Fahrt zu einem späteren Zeitpunkt beginnen und dann auch eine andere Streckenführung wählen.

Wie Bahn-Reisende an ihre Entschädigung kommen

Die meisten Bahnunternehmen haben ein gemeinsamens Beschwerdeformular. Dieses erhalten Kunden etwa in den Servicezentren der Deutschen Bahn und auf ihrer Internetseite unter www.bahn.de/fahrgastrechte. Das Formular können Reisende bei einem der Anbieter einreichen - egal, wessen Zug verspätet war oder ausgefallen ist - entweder beim Schaffner in einem Zug oder an den Bahnhöfen. Die Beschwerde muss von den Bahnunternehmen binnen drei Monaten bearbeitet werden. Bei Streitfällen vermittelt die Schlichtungsstelle Mobilität zwischen Kunden und Unternehmen.

Der Warnstreik der privaten Sicherheitsleute hatte Deutschlands größten Flughafen am Freitag nahezu lahmgelegt. Mitarbeiter der Bereiche Personenkontrolle, Frachtkontrolle, Flughafensicherheit und Services waren aufgerufen, die Arbeit für 21 Stunden niederzulegen. In den Terminals drängten sich zeitweise Tausende Menschen. 250 Reisende übernachteten auf Fraport-Feldbetten am Flughafen, die Lufthansa verteilte 3000 Hotel-Gutscheine an ihre Passagiere. Noch am Samstag bildeten sich vor den Sicherheitskontrollen längere Warteschlangen als üblich. Etwa 10.000 Passagiere vom Vortag mussten zusätzlich abgefertigt werden.

Laut Verdi-Sprecherin Fritzel hat auch der Flughafenbetreiber Schuld an der Eskalation. „Fraport hat ganz offensichtlich überhaupt nicht reagiert und überhaupt kein Krisenmanagement an den Tag gelegt.“ Ein Fraport-Sprecher wies diesen Vorwurf als „vollkommen ungerechtfertigt“ zurück. Die Sicherheitsleute bräuchten eine spezielle Ausbildung. „Da können Sie nicht einfach Ersatzpersonal hinsetzen“, sagte der Sprecher.

Was die Tarifauseinandersetzung angehe, seien die Verdi-Verantwortlichen zufrieden, sagte Sprecherin Fritzel. Verdi fordert für die Sicherheitsleute einen einheitlichen Stundenlohn von 16 Euro.

Von

dpa

Kommentare (4)

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Frankfurter

24.02.2014, 18:56 Uhr

Lufthansa bezeichnet Streik als unverhältnismäßig.... Das Personal von der Lufthansa legt einmal im Jahr den Flughafen wegen Streik lahm! Nächste Abstimmung zum Streik bei der Lufthansa ist ende März!!!
Die Sicherheitsleute haben das erste mal in dem Unfang gestreikt.
Wenn die Fluglotsen dafür streiken das sie anstatt 8000 gerne 10 000 Euro möchten ist das Ok, wenn das Kabinenpersonal streikt, welches auch nur mit Kursen ausgebildet wird, ist das Ok?
Wenn die Luftsicherheitsassistente in Frankfurt streiken, weil sie den Lohn haben möchten den die Kollegen an den anderen Flughäfen schon bekommen ist das also ein Frechheit?
Und das von Leuten zu hören, die am Streiktag in der Schlange standen und wie Tiere aufeinander losgingen nur weil sie IHREN Flieger erreichen wollten, kein bisschen besser!
Die Leute dürfen sich also nicht gegen irgendwelche Ungerechtikeiten wehren, sagen Leute die wegen jedem bisschen heulend zum Anwalt rennen und sich dahinter verstecken, da hört man von Drohungen von Leuten die sich das ganze Jahr nicht trauen ihren Mund aufzumachen und wie ein Häufchen Elend dastehen wenn sie vor der Kontrolle stehen!

Ich rate den Luftsicherheitsassistenten laßt euch nicht einschüchtern, sollte euch das Streiken verboten werden, macht geschlossen krank!
Oder droht mit geschlossener Kündigung, das würde bedeuten das der Flughafen mehere Wochen lahmgelegt ist.
Wer will euch denn zum arbeiten zwingen?

Und dann diese Heuchelei von der Fraport die ihrem Personal über 16 die Stunde zahlt! Die Firma mit den meißten Streikenden ist übrigens eine 100%ige Tochterfirma der Fraport die gegründet wurde um die Lohnkosten zu senken, am Gewinn bedient sie sich ohne schlechtes Gewissen!

Sicherheit ist nunmal nicht Umsonst und alle die sich beschweren, schreien am lautesten wenn etwas passiert!

Also Luftasse kämpft weiter, das ihr den Lohn in Frankfurt erhaltet der in anderen Städten sowieso schon gezahlt wird und wie man gesehen hat seit ihr Unverzichtbar!

KurzfristdenkerVerd.i

25.02.2014, 13:02 Uhr

@Frankfurter Ok Ihrer Meinung kann man entnehmen das Sie bei verd.i sind... und wie immer durch geschicktes weglassen von Informationen eine Meinung verbreiten.
ja es gibt in HH, Düsseldorf etc. bereits Tarif-Einigungen, nur die liegen bei 13-14€ und das bedeuten fast 18% Lohnerhöhung... die es so in der Wirtschaft nicht gibt... Frankfurt fordert 16€ also noch mehr, fragt sich sind die Frankfurter mehr Wert als die Hamburger? Diese extremen Lohnerhöhungen erreicht verd.i in den letzten Jahren nur noch im Bahn und Flugverkehr... da kann man die breite Masse schädigen um schneller sein Ziel zu erreichen. 800 Mitarbeiter streiken um dann einen Millionen Schaden für das Land zu bringen. An die Auswirkungen haben Sie doch noch nie gedacht, Flüge von Ausländern erfolgen lieber über Nachbarstaaten weil Hamburg, Düsseldorf und Frankfurt immer wieder bestreikt werden, mal Sicherheitspersonal, dann Vorfeldmitarbeiter etc., immer schön reihum und die Passagiere und Fluggesellschaften schön ärgern. Wenn dann immer mehr Passagiere mit den arabischen Airlines fliegen und um Deutschland einen Bogen machen und das wird immer mehr, ist es egal ob Sie die 16e bekommen haben oder nicht, die Stellen fallen weg weil man sie nicht mehr benötigt... Tja kurzfristiges Denken hat eben langfristig selten was gebracht... also streikt weiter und vernichtet eure eigenen Arbeitsplätze...

AN001

26.02.2014, 09:55 Uhr

@KurzfristdenkerVerd.i

Das mit den Arbeitsplätze vernichten ist im moment eher weniger ein Problem. Die Technik ist vorhanden stößt aber bei der Bevölkerung auf Ablehnung. Somit müssen wir weiter mit dem Sicherheitspersonal arbeiten.
Ein anderes Problem ist das es auch nicht genug geigenete Bewerber auf die Stellen gibt. Erstmal schaffen nicht alle die Prüfung und zweitens gehn sehr viele nach kurzer Zeit wieder. Das ging schon soweit das in Frankfurt zeitweise einer Firma der Auftrag entzogen wurde, weil das ganze Personal einfach aufgehört hatte und die Flieger nicht mehr pünktlich rausgingen!
Der Großteil der Personals kommt gar nicht aus Frankfurt sondern fahren jeden Tag von Heidelberg, Mannheim, Koblenz und Limburg bis nach Frankfurt und müssen dort teilweise noch eine Zweitwohnung finanzieren. Einige kommen von noch weiter. Es ist in Frankfurt alleine kein ausreichendes Personal verfügbar!
Und ohne Personal stehen sie auch Stundenlange in der Schlange. Hat dazu vieleicht irgendjemand irgendwelche Tipps wie man verhindern kann das soviel wieder aufhören und soviel gar nicht erst in dem Beruf arbeiten wollen? Weiß irgendjemand wie man Anreize schaffen kann das man qualitatives Personal ausreichend bekommen und halten kann.

Und für 9 bis 10 Euro/Std wie es in der vergangenheit schon war kann man auch keine Ansprüche bei der Auswahl des Personals stellen. Es geht nur darum die Sollstärke aufrecht zu erhalten das Sie nicht 3 Stunden in der Schlange stehen!

Dann gab es da auch noch die Forderung die Fraport möge doch bitte mehr eigenes Personal einstellen. Tatsache ist das die Fraport als Flughafenbetreiber gar kein eigenes Persoan in dem Bereich einsetzen darf. Das ging nur aufgrund einer Sondergenehmigung. Die 700 Mitarbeiter die nicht gestreikt haben werden voraussichtlich 2015 auf die Private Tochterfirma verteilt.

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