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29.05.2011

10:59 Uhr

Abwicklungsstelle

Drei Börsen buhlen um LCH Clearnet

Nyse Euronext, Nasdaq und LSE sind angeblich an Europas größtem unabhängigen Clearinghaus interessiert. Es ist nicht das erste Mal, dass LCH Clearnet als Übernahmeziel gehandelt wird.

Händler an der New Yorker Börse Quelle: dapd

Händler an der New Yorker Börse

New YorkIm Zuge der jüngsten Konsolidierungswelle in der Börsenbranche haben gleich mehrere Marktbetreiber das Clearinghaus LCH Clearnet ins Visier genommen. Kreisen zufolge sind die Aktienmarktbetreiber Nyse Euronext, Nasdaq OMX und London Stock Exchange (LSE) an Europas größtem unabhängigen Clearinghaus interessiert.

Die Abwicklungsstelle für Finanzgeschäfte bestätigte eine Reihe von Angeboten. Die Gespräche über verschiedene Formen der Zusammenarbeit stünden aber noch am Anfang. Zuvor hatte die "Financial Times" unter Berufung auf drei mit den Vorhaben vertraute Personen berichtet, dass die Gebote zwischen 350 Millionen Euro und einer Milliarde Euro liegen. Während der Finanzkrise haben Clearinghäuser als zentrale Abrechnungsstellen an Bedeutung gewonnen.

Die Börsenbetreiber hätten ihre jeweiligen Angebote in den letzten zwei Wochen abgegeben, sagte ein Eingeweihter am Freitag. LCH habe aber noch keine abschließende Entscheidung über einen Verkauf getroffen. Das Unternehmen, das einer Reihe von Banken und anderen Marktteilnehmern gehört, war schon früher als ein Übernahmeziel gehandelt worden. Zuletzt hatte LCH erklärt, seine strategischen Möglichkeiten ausloten zu wollen. Die drei Börsen lehnten eine Stellungnahme ab.

An LCH beteiligt ist bereits die NYSE Euronext, die sich ihrerseits mit der Deutschen Börse zusammenschließen will. Der Frankfurter Marktbetreiber unterhält mit Eurex sein eigenes Clearinghaus. In der Börsenbranche ist derzeit viel Bewegung. So wollen sich auch die Londoner Börse LSE und die kanadische TMX Group zusammenschließen. Ein Gegengebot der Nasdaq für Nyse Euronext scheiterte.

Reuters

Von

rtr

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