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02.02.2005

12:15 Uhr

Achenbach sieht Sanierung auf gutem Weg

Karstadt-Quelle stößt Medienbeteiligungen ab

Das Medienunternehmen EM.TV hat wie erwartet die Mehrheit am Deutschen Sportfernsehen (DSF) übernommen. Karstadt-Quelle-Chef Christoph Achenbach sieht die Sanierung des angeschlagenen Handelskonzerns damit auf gutem Weg.

HB MÜNCHEN. „Wir sind gut unterwegs hinsichtlich der Restrukturierung und der Kostenseite“, sagte Achenbach am Mittwoch in Unterföhring bei München auf einer Pressekonferenz zum Verkauf des Sparten-Fernsehsenders DSF und anderer Medienbeteiligungen. Am Zeitrahmen für die weiteren Verkäufe habe sich nichts geändert.

Gute Gespräche würden zudem für den Verkauf der mehr als 70 kleineren Karstadt-Warenhäuser geführt. Diese sollten innerhalb von drei Jahren verkauft werden. „Es wäre gut, wenn dies früher wäre“, fügte Achenbach hinzu. Karstadt-Quelle hatte am Dienstagabend bekannt gegeben, seine Anteilspakete am Deutschen Sportfernsehen (DSF) und an der Online-Plattform Sport1 für 27 Mill. € an EM.TV verkauft zu haben. Für die Beteiligung am Einkaufssender Home Shopping Europe (HSE) erlöste Karstadt-Quelle von dessen US-Mutterkonzern HSN weitere zehn Mill. €.

Der angeschlagene Handelsriese treibt damit seine Konzentration aufs Kerngeschäft voran. „Wir haben immer angekündigt, dass wir uns von allen Anteilen trennen, die nicht zu unserem Kerngeschäft gehören“, sagte Achenbach. Als nächste große Schritte der Restrukturierung stünden nun mehrere Immobilienverkäufe sowie die Trennung von Fachmärkten und Warenhäusern an.

Ihre Zusammenarbeit wollen EM.TV und Karstadt-Quelle auch nach der Transaktion fortsetzen. So hatte sich der Handelskonzern über EM.TV die Lizenzrechte für die offiziellen FIFA-WM-Shops gesichert. Mehr als 300 solcher Shops mit Fan-Artikeln für die WM 2006 will der Konzern in seinen Häusern eröffnen.

Im Zuge der weiteren Karstadt-Quelle-Restrukturierung stünden nun der Verkauf eines Logistikgebäudes in Unna sowie einer weiteren Immobilie in Frankfurt an, sagte Achenbach. „Wir sind in guten Gesprächen.“ Auch von Fachmärkten wie Runners Point, Wehmeyer, Sinn Leffers und Golfhouse will sich der Konzern noch im ersten Halbjahr 2005 trennen. Der Verkauf kleinerer Warenhäuser sei weiterhin innerhalb von drei Jahren geplant, „wobei natürlich unsere eigene Zielsetzung ist, das schneller über die Bühne zu bringen“, sagte Achenbach.

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