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25.09.2015

00:35 Uhr

Adidas-Konkurrent

China verhilft Nike zu einem Milliardengewinn

Wie schlägt sich Nike im Jahr nach der Fußball-Weltmeisterschaft? In Westeuropa läuft es weniger gut. Dafür brummt das Geschäft in Asien. Und zwar so sehr, dass die Nike-Quartalszahlen die Analysten kalt erwischen.

Kundschaft mit Nike-Tüte: Der Sportartikelhersteller meldet erneut glänzende Geschäfte. Reuters

Nike

Kundschaft mit Nike-Tüte: Der Sportartikelhersteller meldet erneut glänzende Geschäfte.

Beaverton/BangaloreStarke Verkäufe in China haben dem größten US-Sportartikelhersteller Nike zu einem kräftigen Gewinnsprung verholfen.

Im Geschäftsquartal bis Ende August kletterte der Überschuss verglichen mit dem entsprechenden Vorjahreswert um 23 Prozent auf 1,18 Milliarden Dollar (1,05 Milliarden Euro), wie der Adidas-Konkurrent am Donnerstag (Ortszeit) mitteilte. Der Gewinn je Aktie betrug 1,34 Dollar. Der Umsatz kletterte um fünf Prozent auf 8,4 Milliarden Dollar.

Größte Sportartikelhersteller der Welt (Umsatz 2014)

9. Platz: Billabong (Australien)

0,8 Milliarden Euro

8. Platz: Columbia Sportswear (USA)

1,9 Milliarden Euro

7. Platz: Asics (Japan)

2,33 Milliarden Euro

6. Platz: Under Armour (USA)

2,79 Milliarden Euro

5. Platz: Puma (Deutschland)

2,97 Milliarden Euro

4. Platz: New Balance (USA)

2,98 Milliarden Euro

3. Platz: VF Corp. (USA)

11,12 Milliarden Euro

2. Platz: Adidas (Deutschland)

14,53 Milliarden Euro

1. Platz: Nike (USA)

25,14 Milliarden Euro

Quelle

Analysten hatten schwächere Zahlen erwartet. Sie hatten im Durchschnitt nur mit einem Ergebnis je Anteilsschein von 1,19 Dollar und einem Umsatz von 8,22 Milliarden Dollar gerechnet. Mit dem Ergebnis übertrifft Nike das neunte Quartal in Folge die Gewinnerwartungen.

Im Vergleichsquartal im Vorjahr hatte der Hype um die Fußball-Weltmeisterschaft den Absatz kräftig angekurbelt. „Wir sind gut aufgestellt, um langfristig Wachstum zu liefern, das sowohl nachhaltig als auch profitabel ist“, kommentierte Konzernchef Mark Parker. Bei Anlegern kamen die Zahlen gut an, die Nike-Aktie stieg nachbörslich um bis zu sieben Prozent.

Ohne den Einfluss des starken Dollar, der die Auslandseinnahmen bei Umrechnung in US-Währung schmälert, hätte das Umsatzplus bei 14 Prozent gelegen. Während unter der Hausmarke Nike sechs Prozent mehr Sportartikel und Schuhe als im Vorjahreszeitraum verkauft wurden, gingen die Erlöse unter dem Label Converse um drei Prozent zurück.

In Westeuropa, wo der deutsche Rivale Adidas Zuhause ist, sank der Umsatz um vier Prozent, während er im Heimatmarkt Nordamerika um acht Prozent zulegte. Am besten liefen die Geschäfte für Nike in Asien, vor allem in China, wo die Erlöse um 30 Prozent anstiegen. In Japan verbuchte der Konzern mit einem Zuwachs um zwölf Prozent ebenfalls ein dickes Umsatzplus.

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