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12.08.2013

10:13 Uhr

Adidas-Konkurrent

Li Ning macht Verluste

Der chinesische Sportartikelhersteller Li Ninghat ein durchwachsenes erstes Halbjahr hingelegt. Trotz neuer Verluste gibt man sich beim Adidas-Konkurrenten optimistisch.

Spätestens seit den Olympischen Spielen 2008 spielt Li Ning auch international eine Rolle. Reuters

Spätestens seit den Olympischen Spielen 2008 spielt Li Ning auch international eine Rolle.

HongkongLicht und Schatten beim chinesischen Adidas-Rivalen Li Ning: Die bekannteste Sportartikel-Marke in der Volksrepublik schrieb im ersten Halbjahr 2013 zwar wieder rote Zahlen, die Lagerbestände sind dafür nach Angaben der Firma vom Montag aber wieder in etwa auf normalem Niveau.

Seit den Olympischen Sommerspielen 2008 wurde der riesige Markt - einer der wichtigsten für Nike und Adidas - mit unzähligen Produkten geflutet. Die sechs größten lokalen Wettbewerber wie eben Li Ning oder Anta haben allein zwischen 2008 und 2011 rund 12.300 neue Filialen eröffnet. Riesige Lagerbestände drückten dann die Gewinnspannen der Unternehmen. Und die chinesischen Verbraucher bevorzugten eher die bekannten ausländischen Marken.

Li Ning wies für die ersten sechs Monate einen Verlust von umgerechnet 22,5 Millionen Euro aus, nachdem im Jahr zuvor noch ein Gewinn zu Buche stand. Damit konnte das Unternehmen aber zumindest besser abschneiden, als es Analysten erwartet hatten. Der Umsatz brach im Halbjahr um ein Viertel ein.

Die größten Sportartikelhersteller (Umsatz 2012)

Nike

17,8 Milliarden Euro

Adidas

14,9 Milliarden Euro

VF Corp. (USA)

5 Milliarden Euro

Puma

3,3 Milliarden Euro

Asics

2,3 Milliarden Euro

Jarden

2,1 Milliarden Euro

Amer Sports

2,1 Milliarden Euro

New Balance

2,1 Milliarden Euro

Quiksilver

1,6 Milliarden Euro

Columbia Sport

1,3 Milliarden Euro

Billabong

1,1 Milliarden Euro

Pacific Sunwear

0,6 Milliarden Euro

Quellen

FAZ, GfK, Sport-Scheck, eigene Recherche (via Statista.de)

Li Ning hatte im vergangenen Jahr mit einem millionenschweren Vertrag mit Basketball-Superstar Dwyane Wade vom NBA-Meister Miami Heat für Furore gesorgt. Die Chinesen hatten dann aber Probleme, genügend seiner Schuhe in die Läden zu bekommen. Das solle sich in den USA in den nächsten Monaten ändern, hieß es nun.

Von

rtr

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