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08.08.2015

16:09 Uhr

Adidas-Schuhe aus Plastikmüll

Aus dem Meer an den Fuß

VonJoachim Hofer

Adidas will sein Engagement für die Umwelt in Zukunft stärker vermarkten. Den Auftakt macht ein neuer Turnschuh, den der Sportkonzern aus Meeresmüll produziert. Die Produkte sollen bald in die Läden kommen.

„Konsumenten wollen das wissen und daran teilhaben“. Reuters

Adidas-Schuh aus Meeresmüll

„Konsumenten wollen das wissen und daran teilhaben“.

MünchenEs war nur eine kurze Rede von Eric Liedtke, nicht mehr als drei Minuten. Doch der Auftritt des Adidas-Vorstands bei der Uno in New York Ende Juni sorgte für weltweites Aufsehen. Denn der Amerikaner hatte einen Turnschuh dabei, hergestellt aus Meeresmüll.

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Adidas testet in einem neuen Bürogebäude unterschiedliche Jobkonzepte. Überall gibt es Besprechungsräume. Jeden Tag müssen sich die Mitarbeiter einen neuen Arbeitsplatz suchen – ihre Sachen wandern abends in den Spind.

Gemeinsam mit der gemeinnützigen Organisation Parley fort the Oceans präsentierte Adidas, was sich aus weggeworfenen Plastikflaschen und illegalen Hochseenetzen so alles machen lässt. Die ersten Produkte sollen noch dieses Jahr in die Läden kommen.

Adidas gehört seit Jahren zu den nachhaltigsten Unternehmen der Welt und steht in seiner Branche weit vorne in den Dow Jones Sustainability Indizes. Dem Image hat das freilich nicht so recht geholfen, Konkurrenten wie Nike oder Under Armour sind bei den Konsumenten derzeit sehr viel angesagter.

Daher will Adidas sein Engagement für die Umwelt künftig offensiver vermarkten. „Seit Jahren arbeiten wir verstärkt mit Recycling-Stoffen, geredet haben wir wenig darüber. Das wird sich ändern, die Konsumenten wollen das wissen und daran teilhaben“, sagt Alexis Olans-Haas, Direktorin des Nachhaltigkeitsprogramms des größten europäischen Turnschuh-Herstellers.

Größte Sportartikelhersteller der Welt (Umsatz 2014)

9. Platz: Billabong (Australien)

0,8 Milliarden Euro

8. Platz: Columbia Sportswear (USA)

1,9 Milliarden Euro

7. Platz: Asics (Japan)

2,33 Milliarden Euro

6. Platz: Under Armour (USA)

2,79 Milliarden Euro

5. Platz: Puma (Deutschland)

2,97 Milliarden Euro

4. Platz: New Balance (USA)

2,98 Milliarden Euro

3. Platz: VF Corp. (USA)

11,12 Milliarden Euro

2. Platz: Adidas (Deutschland)

14,53 Milliarden Euro

1. Platz: Nike (USA)

25,14 Milliarden Euro

Quelle

Die Konsumenten haben es kaum mitbekommen, aber schon vergangenes Jahr hat Adidas sieben Millionen T-Shirts aus wiederverwertetem Polyester produziert. Durch die eingesammelten Plastikflaschen und Netze in der Parley-Kooperation wird das künftig noch viel mehr werden. Vor allem aber ist es ein Konzept, das die Verbraucher leicht verstehen. „Das ist eine Story zum Anfassen“, sagt Olans Haass.

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