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09.11.2011

11:24 Uhr

Air-Berlin

Mehdorn verteidigt kostenlose Promi-Flüge

Air-Berlin Chef Hartmut Mehdorn verteidigt die Freiflüge für Prominente. Er hält die Aufregung für übertrieben - und kündigte gleichzeitig harte Sparmaßnahmen an.

Air-Berlin Chef Mehdorn. dapd

Air-Berlin Chef Mehdorn.

BerlinDer neue Air Berlin-Chef Hartmut Mehdorn hat die Freiflüge seiner Fluglinie für Prominente verteidigt. „Das macht jeder Autobauer und Anzughersteller, bezogen auf seine Produkte, nicht anders“, sagte Mehdorn der Wochenzeitung „Die Zeit“. Die Aufregung in der Öffentlichkeit hält er für übertrieben.

Air Berlin will an der umstrittenen Praxis nur noch bis Jahresende festhalten: „Auch wir brauchen Markenbotschafter. Wir können uns die im Moment nur nicht leisten“, sagte der frühere Bahnchef. Air Berlin müsse „schlank und schmal werden“. Das bekämen auch die Mitarbeiter zu spüren. „Wir streichen in diesem Jahr die Weihnachtsfeier, die Dienstwagen fallen eine Nummer kleiner aus“, sagte Mehdorn.

Von

dapd

Kommentare (1)

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emden09

09.11.2011, 13:41 Uhr

"Das macht jeder Autobauer und Anzughersteller, bezogen auf seine Produkte, nicht anders"

Das ist wirklich ganz normal, vorausgesetzt, man kann davon ausgehen, dass die Promis die gewährten Geldwerten Vorteile auch versteuern. Sollte dem nicht so sein wäre es wohl an der Zeit, dass sich die Steuerfahndung mal von Air Berlin und Autobauern die Passagierlisten für Freiflüge und -Fahrten respektive bei den Anzugherstellern die Einkleidungslisten aushändigen lässt.

Es kann schließlich nicht angehen, dass jede/r kleine Angestellte gewährte Geldwerte Vorteile versteuern muss und seine Business-Kleidung selbstverständlich nicht von der Steuer absetzen kann, denn so das Finanzamt: die könne man schließlich „auch privat tragen“ (nur wer will das schon?) und gleichzeitig die Großkopfeten kostenlos und steuerfrei in der ersten Klasse fliegen und natürlich die geschenkte Kleidung nicht einmal versteuern.

Vielleicht sollte sich anstelle der Steuerfahndung auch einfach mal Transparency International dieser Vorgänge annehmen. Dann kommt da sicher genug Druck dahinter.

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