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04.07.2012

14:59 Uhr

Air-Berlin-Partner

Etihad-Airline profitiert von Einkaufstour

Während für Lufthansa die Luft am Langstrecken-Himmel dünner wird, läuft es für die arabische Konkurrenz deutlich besser. Dank einer üppigen Einkaufstour, glänzt Air-Berlin Großaktionär Etihad mit guten Quartalszahlen.

Maschine von Etihad Airways in Sydney, Australien. dpa

Maschine von Etihad Airways in Sydney, Australien.

Abu DhabiAir Berlin-Großaktionär Etihad Airways aus Abu Dhabi erntet die Früchte seiner weltweiten Einkaufstour. Der Umsatz von Etihad zog im zweiten Quartal um knapp ein Drittel an auf 1,25 Milliarden Dollar, wie die nationale Fluggesellschaft der Vereinigten Arabischen Emiraten am Mittwoch mitteilte. Die nicht-börsennotierte Airline, die sich in Staatsbesitz befindet, hat sich zuletzt an zahlreichen Rivalen beteiligt und dabei auch ihren Aktienanteil am zweitgrößten deutschen Anbieter, Air Berlin, Ende 2011 auf knapp 30 Prozent aufgestockt. Dank der hinzugewonnenen Kapazitäten erhöhten sich die Passagierzahlen in den drei Monaten um rund ein Drittel auf 2,55 Millionen.

Etihad hatte zudem kleinere Aktienpakete bei Virgin Australia und Aer Lingus gekauft und den Anteil an Air Seychelles aufgestockt. In französischen Medien wurde zuletzt sogar über eine enge Kooperation mit Air France-KLM spekuliert. Die französische Fluggesellschaft hatte im März verkündet, über eine Zusammenarbeit mit Etihad sprechen zu wollen.

Die französische Tageszeitung „Figaro“ berichtete am Dienstag, dass die Firmen die Gründung eines Gemeinschaftsunternehmen prüften, um bestimmte Strecken besser bedienen zu können. Neben Etihad machen Emirates aus Dubai und Qatar Airways vielen europäischen Rivalen bereits auf Langstrecken Konkurrenz.

Zum Gewinn machte Etihad keine konkreten Angaben, zeigte sich aber zuversichtlich für den weiteren Jahresverlauf. „Wir sehen ein starkes drittes Quartal und wir visieren in diesem Jahr erneut einen Gewinn an“, sagte Etihad-Chef James Hogan zu Reuters. 2011 hatte Etihad erstmals einen Jahresüberschuss erzielt in Höhe von 14 Millionen Dollar.

Von

rtr

Kommentare (1)

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Asienflieger

05.07.2012, 05:48 Uhr

Klar das bei Etihad die Passagierzahlen steigen, wenn Air Berlin nur noch Zubringerflüge nach Abu Dhabi macht anstatt selber nach Asien zu fliegen.
Aber auch das wird nur kurzfristig sein, da Asienflüge mit einem Umweg über die Golfstaaten von vielen gesellschaften angeboten werden und meist billiger sind.

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