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03.03.2014

13:29 Uhr

Air-Berlin-Partner

Golf-Airline Etihad mit rasanter Umsatzsteigerung

Die Einnahmen von Etihad schießen 2013 um mehr als ein Viertel in die Höhe, auch der Gewinn legt kräftig zu. Mit einer Beteiligung an Alitalia könnte Etihad weiter wachsen – doch die Golf-Airline ziert sich noch.

Maschine der Etihad am Flughafen in Sydney: Die Buchprüfung bei der kriselnden Alitalia befindet sich in der Schlussphase. dpa

Maschine der Etihad am Flughafen in Sydney: Die Buchprüfung bei der kriselnden Alitalia befindet sich in der Schlussphase.

Abu DhabiGreift der arabische Retter zu oder lässt er es sein? Die arabische Fluggesellschaft Etihad hat sich noch nicht auf einen Einstieg bei der angeschlagenen Alitalia festgelegt. Die Chancen dafür stünden „50 zu 50“, sagte Konzernchef James Hogan am Montag. Der Air Berlin-Großaktionär müsse überzeugt sein, dass die italienische Krisen-Airline zu einem profitablen Unternehmen umgebaut werden könne. Dies sei Voraussetzung für eine Beteiligung.

Die Buchprüfung befinde sich in der Schlussphase, eine Entscheidung werde noch in diesem Monat fallen, sagte Hogan. Die defizitäre Alitalia sitzt auf einem Schuldenberg von mehreren Hundert Millionen Euro und kämpft trotz immer neuer Finanzspritzen um ihr Überleben.

Insidern zufolge geht es um einen Anteil in Höhe von womöglich 40 Prozent für bis zu 300 Millionen Euro. Die finanzkräftige Fluggesellschaft Etihad aus dem Golf-Emirat Abu Dhabi kauft sich seit einigen Jahren bei kapitalbedürftigen Gesellschaften ein, um möglichst schnell das Flugnetz auszubauen. Das staatliche Unternehmen gibt es seit zehn Jahren, seit 2011 schreibt es schwarze Zahlen.

2013 schnellte der Nettogewinn um 48 Prozent auf 62 Millionen Dollar in die Höhe, wie Etihad nun weiter mitteilte. Der Umsatz legte um 27 Prozent auf 6,1 Milliarden Dollar zu. 820 Millionen Dollar steuerten dabei die Partnergesellschaften bei, ein Plus von 30 Prozent. Etihad ist nicht nur an Air Berlin, sondern unter anderem auch an den Airlines Virgin Australia, Air Serbia und Jet Airways beteiligt. Im laufenden Jahr baut Hogan vor allem auf eine gute Entwicklung der Partnerschaft mit der indischen Jet Airways.

Außerdem will der Etihad-Chef die Zusammenarbeit mit Air France-KLM ausbauen. Dadurch erhofft er sich einen besseren Zugriff auf den südamerikanischen Markt, aber auch auf Europa. Air France erhalte im Gegenzug Verbindungen in den Mittleren Osten, Australien und Asien sowie in der Zukunft nach Indien. In diesem Jahr peilt Hogan einen weiteren Gewinnanstieg sowie Erlöse von mehr als sieben Milliarden Dollar an.

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