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10.11.2015

22:58 Uhr

Air Berlin

Schwarze Zahlen im Sommergeschäft

Air Berlin hat im dritten Quartal einen Gewinn eingefahren. Der Umsatz lag etwa auf dem Vorjahresniveau. Am Mittwoch lädt die zweitgrößte deutsche Fluglinie zu einer Pressekonferenz.

Die Airline steckt seit längerer Zeit in der Krise. Reuters

Air Berlin

Die Airline steckt seit längerer Zeit in der Krise.

FrankfurtDie angeschlagene Fluggesellschaft Air Berlin hat im dritten Quartal wieder schwarze Zahlen geschrieben. Nach einem herben Verlust im ersten Halbjahr steigerte der Konzern den Gewinn bei nahezu konstantem Umsatz leicht. Der Konflikt mit der Bundesregierung um die Gemeinschaftflüge mit dem arabischen Partner Etihad Airways bleibt erst einmal ungelöst.

Wie die Gesellschaft am Dienstagabend mitteilte, betrug das operative Ergebnis (Ebit) im dritten Vierteljahr 81,4 Millionen Euro nach 74,9 Millionen Euro im Vorjahresquartal. Unterm Strich blieb ein Gewinn von 56,2 Millionen Euro verglichen mit 49,9 Millionen Euro im dritten Quartal 2014. Den Konzernumsatz bezifferte Air Berlin mit 1,301 Milliarden nach 1,312 Milliarden Euro ein Jahr zuvor. Im ersten Halbjahr hatte Air Berlin einen Nettoverlust von 247,6 Millionen Euro eingeflogen.

Vorstandschef Stefan Pichler sprach von besonders erfreulichen Quartalsergebnissen. „Wir haben unsere Kapazitäten reduziert, den Yield (Ertrag) gesteigert und die Profitabilität verbessert“, sagte er laut Mitteilung.

Dennoch gefährdeten die Rahmenbedingungen die 8000 Arbeitsplätze des Unternehmens. Dazu gehöre die Luftverkehrssteuer, die Air Berlin seit ihrer Einführung 600 Millionen Euro gekostet habe, und die Beschränkung der Codeshare-Flüge mit Etihad. Pichler forderte die Bundesregierung auf, zu diesen Gemeinschaftsflügen in ihren Gesprächen mit den Vereinigten Arabischen Emiraten „letztlich eine dauerhafte Lösung“ herbeizuführen. Die seit 2012 geltende Genehmigungspraxis dürfe nicht einseitig zu Lasten von Air Berlin aufgekündigt werden.

Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) hatte jedoch zuvor das Verbot für 31 dieser Strecken zum 15. Januar bekräftigt, das sein Haus im Oktober ausgesprochen hatte. „Danach ist auf Basis heute keine weitere Genehmigung mehr möglich“, sagte Dobrindt. Die Airlines müssten die Flüge in andere mögliche Varianten umwidmen.

Von

dpa

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