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03.08.2011

16:59 Uhr

Air-France-Absturz

Pilotengewerkschaft kündigt Mitarbeit

228 Menschen sind gestorben, als eine Air-France-Maschine in den Atlantik stürzte. Ein neuer Untersuchungsbericht gibt jetzt den Piloten die Schuld - die Pilotengewerkschaft läuft Sturm und hat die Mitarbeit aufgekündigt.

Ein Flugzeug des Typs Airbus A330-200 war in den Atlantik gestürzt. Quelle: dpa

Ein Flugzeug des Typs Airbus A330-200 war in den Atlantik gestürzt.

ParisDie französische Pilotengewerkschaft SNPL hat ihre Mitarbeit an der Untersuchung des Absturzes der Air-France-Maschine im Atlantik aufgekündigt. Das Vertrauen in die Luftfahrtermittlungsbehörde BEA, die die Nachforschungen leitet, sei „ernsthaft erschüttert“, teilte die größte Pilotengewerkschaft mit.

Die SNPL reagierte damit auf den jüngsten Bericht der BEA, die am Freitag eine Reihe von Pilotenfehlern für das Unglück vor gut zwei Jahren verantwortlich gemacht hatte. Zweifel am Alarmsystem des abgestürzten Airbus A330, die die BEA noch in einer vorläufigen Fassung ihres Berichts stehen hatte, strich die Behörde laut Presseberichten aus der endgültigen Version.

Nun stelle sich die Frage, ob auch andere wichtige Punkte geändert worden seien, bemerkte die SNPL. Ursprünglich arbeitete die Gewerkschaft zusammen mit dem Flugzeugbauer Airbus und der Fluggesellschaft Air France an der Untersuchung des Unglücks mit, bei dem 228 Menschen ums Leben kamen, darunter 28 Deutsche.

Auch die Angehörigen der Opfer hatten den BEA-Bericht kritisiert. Nach ihren Worten konzentriert sich der Bericht einseitig auf die Piloten und lässt andere, darunter auch technische Probleme außen vor.

Von

afp

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