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13.11.2015

01:55 Uhr

Air France

Angriff auf Manager kostet den Job

2900 Stellen will Air France streichen. Deshalb hatten im Oktober Hunderte Mitarbeiter ein Treffen von Konzernleitung und Betriebsrat gestürmt, dabei gab es Verletzte. Für fünf Mitarbeiter hat das Konsequenzen.

Air France-Personalchef Xavier Broseta (Mitte, ohne Hemd) wird von Sicherheitskräften aus der Firmenzentrale gebracht. Zuvor hatten Hunderte Mitarbeiter das Gebäude gestürmt. Reuters

Tumulte bei Air France

Air France-Personalchef Xavier Broseta (Mitte, ohne Hemd) wird von Sicherheitskräften aus der Firmenzentrale gebracht. Zuvor hatten Hunderte Mitarbeiter das Gebäude gestürmt.

ParisWegen der gewaltsamen Übergriffe auf Air-France-Spitzenmanager sind vier Mitarbeiter der französischen Fluggesellschaft gefeuert worden. Überdies sei die Kündigung eines Gewerkschaftsvertreters eingeleitet worden, teilte Air France am Donnerstag mit. Ihnen werde "schweres Fehlverhalten" vorgeworfen, sagte ein Sprecher der Airline.

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Für die Firma opferte Xavier Broseta buchstäblich sein Hemd. Dennoch wird der kürzlich attackierte Air-France-Personalchef nun abgelöst. Von Gilles Gateau, einem Vertrauten von Premierminister Manuel Valls.

Der Angriff aufgebrachter Air-France-Mitarbeiter auf den Personalchef der Fluggesellschaft, Xavier Broseta, und den Langstreckenverantwortlichen Pierre Plissonnier am 5. Oktober hatte weltweit für Schlagzeilen gesorgt. Im Streit über einen neuen Sparplan bei Air France, der die Streichung von 2900 Stellen vorsieht, hatten hunderte Mitarbeiter ein Treffen von Konzernleitung und Betriebsrat in der Zentrale der Fluggesellschaft gestürmt.

In dem Tumult wurden Broseta und Plissonnier die Hemden zerrissen, die Spitzenmanager mussten sich über einen Zaun vor den Demonstranten in Sicherheit bringen. Die Bilder davon gingen um die Welt und sorgten für empörte Reaktionen. Bei dem Tumult waren der Fluggesellschaft zufolge sieben Menschen verletzt worden, einer davon schwer.

Die fünf von den Kündigungen betroffenen Mitarbeiter werden sich auch vor Gericht verantworten müssen. Der Prozess soll am 2. Dezember starten.

Von

afp

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