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31.05.2012

10:51 Uhr

Air France-KLM

Ex-Chef soll seine Abfindung zurückzahlen

Der Airline geht es schlecht, bis zu 5.000 Jobs sind bedroht. Doch Pierre-Henri Gourgeon ging mit einer hohen Abfindung. Aus Sicht des Finanzministers ein Unding. Er appellierte an die Moral Gourgeons.

Pierre-Henri Gourgeon, früher Chef bei Air France-KLM. AFP

Pierre-Henri Gourgeon, früher Chef bei Air France-KLM.

ParisDer Streit um eine Abfindung über 400.000 Euro für den entlassenen Chef der französischen Fluggesellschaft Air France-KLM, Pierre-Henri Gourgeon, eskaliert. Wenige Stunden vor der Aktionärsversammlung des Unternehmens wurde Gourgeon von Finanzminister Pierre Moscovici aufgefordert, die Summe von sich aus zurückzuzahlen. Dies würde die Moral erfordern, sagte Moscovici im Radiosender France Inter.

Die Abfindung passe nicht zu den Schwierigkeiten des Unternehmens, das zahlreiche Stellen kürzen will. In Zeitungsberichten war von bis zu 5.000 Jobs die Rede. Die Aktionärsversammlung soll am Nachmittag über die Zahlung an den früheren Unternehmenschef befinden. Gourgeon hatte das Geld bei seiner Entlassung im Oktober 2011 erhalten und sich dafür verpflichtet, drei Jahre nicht bei einem Konkurrenten anzuheuern. Es ist Teil einer insgesamt 1,4 Millionen Euro hohen Abfindung, die der Verwaltungsrat dem früheren Chef bei seinem Abgang zugestand.

Der Vertreter des Staates, der knapp 16 Prozent an der Fluggesellschaft hält, soll laut Moscovici bei der Hauptversammlung gegen die Prämie stimmen. Doch auch bei einem Veto muss Gourgeon das Geld nicht zurückzahlen.

Von

afp

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